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    Langenprozelten

    Freie Wähler: Koalitionspartner auf Augenhöhe

    Politischer Aschermittwoch in Langenprozelten mit (von links) Susanne Herrbach, Werner Herrbach, Thomas Schiebel, Anna Stolz, Hiltrud Zadra, Christopf Vogel, Wolfgang Heß und Jaqueline Heß.
    Politischer Aschermittwoch in Langenprozelten mit (von links) Susanne Herrbach, Werner Herrbach, Thomas Schiebel, Anna Stolz, Hiltrud Zadra, Christopf Vogel, Wolfgang Heß und Jaqueline Heß. Foto: Florian Nickel

    Rund 60 Gäste, darunter Kandidaten für den Kreistag und den Stadtrat in Gemünden sowie der amtierende Landrat Thomas Schiebel und der ehemalige Landrat Armin Grein kamen zum Politischen Aschermittwoch mit traditionellem Heringsessen im Gasthof „Zum letzten Hieb“ in Langenprozelten der Freien Wähler. Besonders begrüßt wurden die Staatssekretärin im Kultusministerium Anna Stolz und der Landratskandidat der Freien Wähler Christoph Vogel.

    Zu Beginn würdigte Hiltrud Zadra das langjährigste Mitglied Hedwig Wiesmann. Sie ist Ehrenbürgerin der Stadt Gemünden und ehemalige Stadträtin. Etliche Kreisräte der Freien Wähler sowie der amtierende Bürgermeister aus Karlstadt Dr. Paul Kruck, der Bürgermeister aus Karsbach Martin Göbel, sowie Stephan Amend, Bürgermeister und Kreisrat aus  Partenstein rundeten den hochkarätigen Kreis ab.

    Die bevorstehenden Kommunalwahlen standen bei allen Redebeiträgen im Mittelpunkt. Anna Stolz berichtete aus dem bayerischen Kultusministerium. Grundsätzlich sei nach 15-monatiger Koalition mit der CSU festzustellen, dass die Freien Wähler kein Anhängsel sind, sondern auf Augenhöhe mit dem Koalitionspartner zusammenarbeiten. Dabei ging es unter anderem um Themen wie den Meisterbonus, die Einführung einer Landarztquote oder die Schaffung von 63 500 neuen Kindergartenplätzen.

    Lehrerstellen in den Fokus rücken

    Das Hauptaugenmerk werde laut Mitteilung zukünftig auf die Besetzung der circa 1500 fehlenden Lehrerstellen gelegt. Anna Stolz stehe zu der unpopulären Entscheidung, aktuell keine Sabbatjahre, Stunden-Kürzungen oder Vorruhestandsregelungen bei den Grund- und Mittelschullehrern zu ermöglichen. Ohne diese Entscheidung könne der Bildungsauftrag im kommenden Schuljahr nicht erfüllt werden.

    Landrat Thomas Schiebel betonte, dass die FW in der Regierungskoalition in Bayern mit eigenem Profil agieren – alle Minister, insbesondere auch Staatssekretärin Anna Stolz – hätten besondere Herausforderungen zu bewältigen und leisten hier sehr gute Arbeit.

    Künftig werden laut Pressebericht Entscheidungen der Staatsregierung notwendig, wer und wie die Finanzierung der medizinischen Versorgung auf dem flachen Land, der Digitalisierung der Schulen und die Förderung des ÖPNV (365- Euro-Ticket) leisten muss. Hier genüge es nicht, dass sich der Freistaat bei der Anfangsfinanzierung beteilige, er müsse auch bei den laufenden Kosten eingebunden werden.

    Thomas Schiebel würdigte die Arbeit der Kommunalpolitiker der Freien Wähler. Es gelte nicht zuletzt auch der CSU „klare Kante zu zeigen“.

    Christoph Vogel, allen Anwesenden als der Kandidat der Freien Wähler bekannt, berichtete kurz über seinen Wahlkampf. Es mache ihm immer noch Spaß, teilweise drei bis vier Veranstaltungen an einem Abend zu besuchen. Bei den Wahlveranstaltungen erfahre er sehr viele positive Rückmeldungen und sehe sehr gute Chancen bei der kommenden Landratswahl.

    Themen wie das Zentralklinikum in Lohr, sowie das Straßenprojekt B 26n müssten gemeinsam besprochen und gelöst werden. Vogel, der aus Steinfeld stammt und jetzt in Karbach wohnt, weiß, dass dieses Thema gerade in seiner Heimatgemeinde sehr kontrovers diskutiert wird.

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    Bearbeitet von Lena Bayer

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