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    Heimbuchenthal

    Freiwillige Helfer starten Grünlandprojekt

    Die Entbuschungsaktion mit den freiwilligen Helfern. Foto: Udo Schuck

    Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen unserer Kulturlandschaft und sorgen zusammen mit den schmalen Talauen für Weitblick im waldreichen Spessart, heißt es in einer Pressemitteilung des Naturparks Spessart e.V.. Dass dies ein wichtiger Faktor für den Fremdenverkehr ist und dass die Streuobstwiesen durch Flächenverbrauch und Nutzungsaufgabe immer weniger werden, weiß auch Heimbuchenthals Bürgermeister Rüdiger Stenger. Er unterstützt daher eine Initiative des Naturparks Spessart e.V. in Heimbuchenthal ein umfassendes „Grünlandprojekt“ ähnlich wie in der Nachbargemeinde Dammbach zu starten.

    Mehrere Grundstücke entbuscht

    Quasi zum Projektauftakt hatten Naturpark-Ranger Andreas Schätzlein, Gebietsbetreuer Christian Salomon und die Gemeinde Heimbuchenthal laut Mitteilung eine Entbuschungsaktion mit freiwilligen Helfern organisiert. Trotz kalten Regenwetters kam ein Dutzend hochmotivierter Helfer mit Motorsensen, Sägen und Astscheren zusammen, um die Hangwiesen im Bereich des Planwegs von Brombeer- und Schlehengebüschen zu befreien.

    Auch Hubert Brandt, Leiter des örtlichen Arbeitskreises Natur, Schäfer Tobias Gramling und Bürgermeister Stenger packten persönlich mit an. Die Metzgerei Zwiesler unterstützte den guten Zweck durch eine Lakefleisch-Brotzeit. Bis zum Nachmittag konnten mehrere Grundstücke entbuscht werden.

    Großer Handlungsbedarf

    Naturpark-Gebietsbetreuer Christian Salomon resümiert, dass man durch die Aktion einen sichtbar effektiven Projektauftakt geschafft habe, dass es nun aber auch entschlossen weitergehen müsse. Zum einen muss auf den entbuschten Flächen eine geeignete Beweidung umgesetzt werden, sonst werden sich die mühevoll zurückgedrängten Brombeerfelder bald wieder schließen.

    Zum anderen ist der Handlungsbedarf im Gebiet auch flächenmäßig noch viel größer. „Wir müssen uns jetzt mit der Gemeinde, den Naturschutzbehörden und den örtlichen Akteuren zusammensetzen und schauen, was jeder beisteuern und leisten kann. Dass Naturschützer, Gemeinde und Schäfer dabei von Beginn an zeigen, dass sie zusammenstehen, ist natürlich eine optimale Voraussetzung.“

    Bearbeitet von Lena Köster

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