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    Lohr

    Freude über renovierten Trainingsraum

    Die Karateka des TSV Lohr im renovierten Übungsraum. Foto: Ronja Stickel

    Zahlreiche Lohrer Karatesportler und Interessierte kamen am 11. November 2019 in das TSV-Heim in der Jahnstraße in Lohr, um zusammen mit dem Leiter der Karateabteilung, Frank Heim, die Einweihung des neu renovierten Übungsraumes zu feiern.

    Den frischen Wandanstrich übernahm ein langjähriges Karatemitglied und zweiter Abteilungsleiter, Edgar Metzger, den Austausch der alten Heizkörper gegen neue mit Steuerungsautomatik wurden vom TSV veranlasst.

    "Wir sind stolz auf unsere Arbeit", so Heim, Leiter der Lohrer Karateabteilung. "Allein 16 Arbeitsstunden haben wir für das Aufmalen des Tigeremblems mit Schriftzeichen unseres Djs investiert! Allen voran hat Susanne Stegerwald-Drexler, die dritte Abteilungsleiterin, beim Zeichnen viel private Zeit investiert."

    Das Dj – ausgesprochen "Dohdscho" – bezeichnet traditionell den Übungsraum für diverse japanische Kampfkünste bzw. Kampfsportarten, wie das Karate.

    In der westlichen Welt ist das Dj meist eine gewöhnliche Sport- oder Turnhalle. Doch auch hier gelten für die Sportler der traditionellen Kampfkünste bestimmte Regeln, auf deren Einhaltung die Lohrer Karatetrainer großen Wert legen:

    So wird erwartet, dass sich jedermann vor Betreten des Djs die Schuhe auszieht, damit der Boden nicht verschmutzt wird. Betritt man dann den eigentlichen Übungsraum, verbeugen sich die Sportler mit angelegten Händen an den Oberschenkeln. Mit dieser Verbeugung, japanisch Rei, zeigt der Karateka seine Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Es unterstreicht jedoch neben der Lernbereitschaft auch den respektvollen Umgang mit der Kampfkunst, dem Lehrer und seinen Mitschülern.

    Der sportliche Wettkampf stellt beim Karate nur einen Teil der Facette dar. Denn gerade das Training, das Erlernen der komplizierten und komplexen Bewegungsabläufe mit dem Ziel nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Geist zu beherrschen, ist auch heute noch ein wesentlicher Bestandteil des Karate. Gleichzeitig gilt es, "den Geist der Schüler so zu erziehen, dass sie mit ihren kämpferischen Fähigkeiten verantwortungsvoll umzugehen lernen und dass eigene Emotionen unter Kontrolle bleiben", erklärt Frank Heim. "Die Tugenden wie Höflichkeit, Bescheidenheit und Demut sollen Überheblichkeit und Hochmut vermeiden."

    Bild mit starker Symbolik

    Aus diesem Grund wurde das Symbol des Lohrer Djs, der Shotokan-Tiger im Kreis, ganz bewusst ausgewählt: Der Tiger steht für das Wilde, den Mut, die Kraft und die unbändige Kampfeslust. Wer lernt, wie ein Tiger zu kämpfen, wird siegreich sein. Das Bild zeigt jedoch auch einen Kreis. Dies bedeutet, der Tiger ist nicht frei, er wird gebändigt durch den Kreis, der wiederum die Vernunft darstellt. Denn die Vernunft und der menschliche Geist kontrollieren die animalischen Kräfte, um sie sich ehrenvoll nutzbar zu machen. Zusammengefasst ist die Tiger-Kreis-Symbolik "das Zeichen unbedingter Achtung gegen-über Mitmenschen und Beweis der Selbstbeherrschung, die jeder Karateka haben sollte", erläutert Frank Heim. Die japanischen Schriftzeichen, die den Tigerkreis einrahmen, bedeuten übersetzt "Der Weg zum Erfolg kennt keine Abkürzung" und "Karate do" – was "Weg" bedeutet. Gemeint ist dabei der Lebensweg, die eigene Lebenseinstellung des Karatekas.

    Der neu renovierte Übungsraum des TSV wird jedoch auch für Tanzen, Ballettunterricht, Square-Dance und Fitness- und Gesundheitskurse genutzt.

    Karate wird im neuen Dj immer montags und freitags von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr trainiert. Zusätzlich werden die Kinder, Schüler und Erwachsenen in der Spessarttorhalle in verschiedenen Anfängern- und Fortgeschrittenengruppen unterrichtet.

    Bearbeitet von Pressemitteilung

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