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    Marktheidenfeld

    Fridays for Future auch an der Mittelschule

    Annette Hettiger, Schulleiterin der Mittelschule Marktheidenfeld. Foto: Ralf Thees

    412 Schüler besuchen derzeit die Mittelschule Marktheidenfeld in 22 Klassen. Dies wurde bei der Versammlung des Schulverbands im Bericht von Schulleiterin Annette Hettiger deutlich. Damit verhält sich die Schülerzahl stabiler als zunächst angenommen, was zu geringfügigen Änderungen in der Zukunftsplanung führen wird.

    Für rund 130 Schüler, also in etwa ein Drittel, ist ein Migrationshintergrund anzunehmen. Dabei sinke die Zahl von Schülern aus Familien von Asylbewerbern. Dagegen stiegen Zuwanderer aus dem EU-Gebiet, insbesondere aus Osteuropa weiter an. Man wolle deshalb die Deutschklasse für Schüler mit geringen Sprachkenntnissen weiterführen.

    Der M-Zug zum Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses wird von knapp 30 Prozent der Schüler besucht. Die Praxisklasse umfasst 13 Schüler. Kaum Veränderungen sind bei der Verteilung der Klassen zu verzeichnen. Der gebundene Ganztagsunterricht habe sich ebenso wie die offene Variante weiter gefestigt.

    Überdurchschnittlich positives Ergebnis

    Im vergangenen Jahr haben alle Absolventen des M-Zug ihre Prüfungen erfolgreich abgelegt, stellte Hettiger fest. Dank des großen Engagements im Kollegium blicke man auch in den Regelklassen mit einem Anteil von etwa 70 Prozent erfolgreicher, qualifizierender Abschlüsse auf ein überdurchschnittlich positives Ergebnis zurück. Durch individuelle Förderung finde ein Großteil der Schüler aus der Praxisklasse einen Ausbildungsplatz. Den anderen werde ein Weg zu weiterer Qualifizierung gewiesen.

    Im Bereich der Schülermitverantwortung sei das neue Projekt "Schüler helfen Schülern" gut angelaufen. Die jugendliche Umweltbewegung "Fridays for Future" finde ihren Niederschlag auch an der Mittelschule, wenn rund 30 Schüler an Freitagnachmittagen freiwillig zu einer Umwelt-AG mit praktischen Projekten zusammenkämen.

    Die Schulsozialarbeit und die vertiefte Berufsorientierung würden gezielt an der Schule weitergeführt, betonte Hettiger. Die Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Unterfranken in Sachen offene Ganztagschule, deren vertragliche Regelung von der Verbandsversammlung angepasst wurde, laufe ausgezeichnet weiter. Dies gelte auch für die Kooperation in der neuen Mensa, die großen Anklang finde. Ein neuer Caterer stoße dabei mit seinen gelieferten Malzeiten ebenso auf breite Zustimmung. Insgesamt habe der Neubau an der Mittelschule zu guten Bedingungen für die Ganztagsschule, offen wie gebunden, geführt.

    Viele besondere Aktivitäten

    Hettiger stellte besondere Aktivitäten und Aktionen an der Mittelschule vor.  Dem neuen Profil als Inklusionsschule entsprächen das inklusive Fußballprojekt Marktheidenfelder Schulen und eine HipHop-Arbeitsgemeinschaft. Die Projekte "Faire Schule" und "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" fänden unter Schülern und Lehrern großen Anklang.

    Im April sei die Durchführung einer Integrationsfachtagung der Regierung von Unterfranken mit über 400 Teilnehmern zu einem Höhepunkt des schulischen Lebens geworden. Die Vorsitzende des Schulverbands, Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, sprach der Schulleitung und dem Kollegium der Mittelschule unter dem Beifall der Gemeindevertreter Anerkennung und Dank aus.

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