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    Mittelsinn

    Friedhofsgebühren in Mittelsinn steigen: An Urnenfeld Grabschmuck untersagt

    Dieser Tage ließ die Gemeinde das neue, in der Friedhofmitte gelegene Urnenfeld sowie den Urnenbaum christlich segnen und übergab die neue Bestattungsvariante der Nutzung, sagte Bürgermeister Peter Paul in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Jetzt galt es, die Satzung für die Friedhofsgebühren zu überarbeiten, die Grabherstellungsgebühren anzupassen und die eigentliche Friedhofssatzung zu ändern.

    Das Bestattungsinstitut Fehl & Gies (Zeitlofs) hat die Gemeinde um eine Erhöhung der Gebühr für die Grabherstellung gebeten, erklärte Paul. Der bisherige Preis für das Ausheben, Schließen sowie die Erdabfuhr für ein Erwachsenengrab von 330 Euro sei nicht mehr zeitgemäß, urteilte Paul. Er schlug einen Preis von 500 Euro vor, worin bereits die Verwaltungspauschale enthalten ist. Die Herstellung eines Kindergrabes kostet 280 Euro, während ein Urnengrab mit 150 Euro zu Buche schlägt. Für ein Tiefgrab erhöht sich die Gebühr um 30 Prozent. Jetzt müssen die Dienstleistungsverträge mit den Bestattungsinstituten angepasst werden, ergänzte Peter Paul.

    550 Euro für ein Urnen-Einzelgrab

    Durch das neue Urnenfeld und die Plätze um den Urnenbaum sind für diese Bereiche neue Grabplatzgebühren in die Satzung aufzunehmen. Der Bürgermeister erklärte, dass die beim Bau der Anlage angefallenen Kosten in die Gebührenkalkulation eingeflossen sind. Dadurch wäre ein Preis von 750 Euro nötig gewesen, um zumindest eine "schwarze Null" schreiben zu können. "Aber wir wollen es nicht übertreiben, die Bürger im Blick behalten und möchten keinesfalls, dass wegen eines höheren Preises eine Bestattung in den Friedwald abwandert."

    Paul schlug 550 Euro für ein Urnen-Einzelgrab im Bereich des Urnenfeldes sowie im Bereich des Urnenbaumes vor und möchte sich damit im Rahmen bewegen. Bei einer Liegedauer von zehn Jahren und dem Wegfall von Grabmal und Pflege ist der Preis akzeptabel, urteilte das Gremium im Tenor. Alle anderen Grabplatzgebühren bleiben unverändert. Letztlich gab das Gremium der neu gefassten Friedhofsgebührensatzung einstimmig grünes Licht.

    Kein Schmuck an den Grabstätten

    Die ebenfalls einstimmig verabschiedete Grabunterhaltungssatzung sieht folgende Änderungen vor: Gräber, mit Ausnahme der Grabstätten am Urnenbaum und im Urnenfeld, sind spätestens sechs Monate nach der Beisetzung gärtnerisch anzulegen und dauernd in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Der neu aufgenommene Zusatz, dass an Grabstätten im Bereich des Urnenfeldes und des -baumes das Abstellen jeglichen Schmucks wie Blumen, Schalen, Weihwasserkessel und Laternen untersagt ist, fand die einmütige Bestätigung des Rates. Hiervon ausgenommen ist der Zeitraum von vier Wochen nach der Beisetzung. "Schließlich haben wir ja pflegefreie Grabstätten gewollt".

    Nachweis über den Verzicht auf Kinderarbeit

    Weiter bedarf die Errichtung und Änderung von Grabdenkmälern sowie Einfassungen der Genehmigung durch die Gemeinde. Grabsteine und Grabeinfassungen aus Natursteinen dürfen nur aufgestellt werden, wenn ein Nachweis über den Verzicht auf Kinderarbeit bei der Herstellung vorgelegt werden kann. Die Beschriftungen im Bereich des Urnenbaumes und des -feldes erfolgen einheitlich nach Rücksprache mit der Friedhofsverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft und bei den Inschriften der Grabplatten dürfen keine aufgesetzten Buchstaben verwendet werden. Für die Plätze um den Urnenbaum sowie der -wiese dürfen nur die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Sandsteinplatten verwendet werden. Im Bereich des Urnenfeldes sind kleine Gedenksteine erlaubt. Diese Gestaltungssatzung passierte ebenfalls einstimmig das Gremium.

    Peter Paul fügte an, dass in den Urnengrabplätzen jeweils die Beisetzung von zwei Urnen möglich ist und dass insgesamt 58 Urnenplätze mit einer Erweiterungsoption entstanden sind.

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