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    Lengfurt

    Frontfrau mit beeindruckender Stimme

    Das "Jessica Born Trio" begeisterte beim Konzert in der Kellerbühne Lengfurt. Foto: Raymond Roth

    Der kräftiger werdender Applaus in der Kellerbühne, mit vielen "Bravo"-Rufen garniert, war sogar draußen auf der Straße zu vernehmen. So geschehen bei dem begeisternden Auftritt des Jessica Born Trios, das musikalisch keine Wünsche offenließ.

    Unter den gut 70 Besuchern fanden sich viele, die "Goldkehlchen" Jessica Born schon mehrere Jahre lang durch eine Reihe vieler mitreißender Konzerte begleitet haben. Sie wurde schon in jungen Jahren für ihre außergewöhnliche Stimme gefeiert und bereits mit 18 Jahren zum SWF-Bluesfestival in Lahnstein eingeladen. Sie gilt heute als eine der besten Jazz, Soul & Blues-Sängerinnen und stand schon mit vielen Weltstars auf der Bühne. Als Frontfrau der "Foolhouse Blues Band" gewann sie vor Jahren durch zahllose Auftritte im "Blues Corner" in Lohr viele Fans.

    Heute ist sie abwechselnd in verschiedenen Formationen aktiv. Auf dem Plakat für diesen Abend konnte man lesen: "Jessica Born Trio" mit "Jazz/Soul/Blues". Zutreffend !

    Fast hätte die Sängerin müssen, denn nach einer gerade überstandenen Erkältung griff sie am Abend öfter zu einem Glas mit heißem Wasser und nutzte spätere Song-Pausen, um die Stimme mit heilsamen Bonbons auf Kurs zu halten. "Wir spielen heute die Jazz-Standards, die ihr schon Jahre lang nicht mehr gehört habt," sagte die Sängerin. Das war aber nicht alles, denn ob "All of me", "At last" oder in Jazz-Arrangements verpackte Chart-Songs wie "Feel like makin‘ love" von Roberta Flack oder "You might need somebody" von Randy Crawford), Latin mit "The guy from Ipanema", krachend guter Soul wie James Browns "I got you (I feel good)” oder gar Chansons wie Edith Piafs "Je ne regrette rien”: Beim Klang dieser fantastischen Stimme verstummte die Konversation an den Tischen. Beeindruckend auch die balladeske Version von Chaka Khan's "Ain't nobody" oder John Lennon's "Imagine".

    Mit fein gesetzten Instrumental-Soli und längeren Passagen auch mal nach vorne spielend zeigte sich Keyboarder Gabriel Groh, wohldosiert Schlagzeuger Matthias Ladewig. 

    Die Stimme erkältungsbedingt schonend beschränkte sich Jessica Born auf zwei Zugaben. 

    Tipp: Am 22. Februar gestaltet Born mit zwei anderen Sängerinnen ein "Aretha-Franklin-Tribute" im Colos-Saal in Aschaffenburg.

    Bearbeitet von Raymond Roth

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