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    Heßdorf

    Gärtnermeister Gerhard Weigand aus Heßdorf feiert 80. Geburtstag

    Ein "Aktivposten" feiert heute seinen 80. Geburtstag. Gerhard Weigand, Gärtnermeister und Feuerwehrmann aus Leidenschaft, hatte sich auch Zeit genommen für zahlreiche Ehrenämter, darunter das des Kreisbrandinspektors. Foto: Herbert Hausmann

    80 Jahre und immer noch überaus aktiv: Das trifft in besonderem Maße auf Gerhard Weigand aus Heßdorf zu. Der gelernte Gärtnermeister kann an diesem Dienstag seinen 80. Geburtstag feiern. In zahlreichen Ehrenämtern war Gerhard Weigand bis weit über die Landkreisgrenzen engagiert. Noch heute ist er eine immer noch wichtige Stütze im heimischen Gartenbaubetrieb, der jetzt in dritter Generation von Sohn Volker und dessen Ehefrau Heike betrieben wird.

    Durch den Beruf seines Vaters als Gärtnermeister kam der am 15. Oktober 1939 in Amberg geborene Oberpfälzer nach Heßdorf. Nach seiner schulischen Ausbildung stieg Gerhard Weigand in die Fußstapfen des Vaters, erlernte ebenfalls den Beruf des Gärtners und übernahm nach dem erfolgreichen Ablegen der Meisterprüfung auch später den elterlichen Betrieb. In den 1980er Jahren baute der Jubilar diesen zusammen mit seiner Ehefrau Gertrud zur heutigen Größe aus.

    Schon früh erkannte der Gärtnermeister, dass heimische Betriebe im Konkurrenzkampf mit den Agrarländern Niederlande und Dänemark nur eine Chance am Markt haben, wenn sie sich mit ihren Produkten ergänzen und da wo nötig und möglich mit der Konkurrenz partnerschaftlich "auf Augenhöhe" zusammenarbeiten. Etwa einmal in der Woche war Weigand mit seinem Lkw auf Einkaufstour in Dänemark unterwegs.

    Obwohl beruflich stark gefordert, nahm sich Gerhard Weigand noch viel Zeit für zahlreiche Ehrenämter. "Das ging nur, weil meine Familie mich immer unterstützt hat", meint das Geburtstagskind heute. So gehörte er neun Jahre dem Gemeinderat Karsbach und der Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden an. Im Blumengroßmarkt in Nürnberg war er lange Jahre im Aufsichtsrat tätig. Von der Regierung von Unterfranken wurde Weigand zum Mitglied des Prüfungsausschusses für Abschlussprüfungen im Gartenbau und zur nebenberuflichen Lehrkraft an der Berufsschule Ochsenfurt berufen.

    Für insgesamt 22 Jahre wählten ihn die Mitglieder der Raiffeisenbank Gemünden, deren Vorläufer und Nachfolger in den Aufsichtsrat und auch Hauptausschuss der Genossenschaftsbank.

    Einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte Gerhard Weigand allerdings im Bereich der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes. Den Anfang brachte am 1. Januar 1957 der Eintritt in die Feuerwehr Heßdorf. Der Grundausbildung folgten schnell weiterbildende Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg, Regensburg und Geretsried. So war er schon bald Kreisausbilder für die Kommandantenausbildung.

    Im Jahr 1964 erhielt Gerhard Weigand den Auftrag, den "II. Löschzug Retten" (LZR) im Katastrophenschutz des Landkreises aufzubauen. Zahlreiche junge Männer, dafür vom Wehrdienst befreit, leisteten hier ihren Ersatzdienst. Eine Sternstunde für den LZR und seinen Zugführer Weigand gab es auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels. In einem landesweiten Vergleich wurde der Löschzug Retten als "bester Löschzug Bayerns" ausgezeichnet. Rund 25 Jahre führte Weigand den II. LZR.

    Am 6. Mai 1973 berief Kreisbrandrat Karl Gabel den erfolgreichen Feuerwehrmann zum Kreisbrandinspektor für den Inspektionsbereich Gemünden. Insgesamt knapp 27 Jahre versah Gerhard Weigand das Amt mit viel Herzblut, bis er mit seinem 60. Geburtstag, nach 43 Jahren Feuerwehrmann mit Leib und Seele, aus Altersgründen in den Ruhestand gehen musste.

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