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    Windheim

    Gefeiert, gebaggert, geschwitzt

    Der siebenjährige Jonas aus Hafenlohr ganz stolz mit Baggerfahrer Frank Scherg. Foto: Susanne Feistle

    Es war heiß, sogar sehr heiß im Festzelt am Waldschlösschen zwischen Hafenlohr und Windheim am Sonntagnachmittag. Dort, wo die Freiwilligen Feuerwehren aus Hafenlohr und Windheim den Familiennachmittag ihres gemeinsamen Jubiläumsfestes zum 140-jährigen Bestehen feierten. Trotzdem saßen einige Hartgesottene darin und lauschten den Klängen der Musikkapelle Lengfurt.

    Die Mehrzahl der Besucher suchte jedoch die schattigen Plätze im Freien auf. Und die Kleinen und auch ein paar Große erfreuten sich an der kalten Dusche aus dem Feuerwehrschlauch.

    Die längste Schlange bildete sich aber dann wieder in der Sonne - und zwar zum Baggerfahren mit Frank Scherg. Dieser zeigte den Jungen und Mädchen unermüdlich, wie das große Gefährt zu bedienen ist. Dem zehnjährigen Julius aus Hafenlohr gefiel besonders, dass er zu den Großen gehörte und nicht mehr auf dem Schoß von Scherg sitzen musste, sondern "alleine" fahren durfte. Seinem siebenjährigen Bruder Jonas hat am besten das "Runterplumpsen" des großen Steines gefallen.

    Die Geschwister Tom und Kai, ebenfalls aus Hafenlohr, bestaunten lieber das große Feuerwehrauto der Werkfeuerwehr von Bosch Rexroth und nahmen darin Platz. Das Drehleiterfahren in immerhin 34 Metern Höhe konnte leider aus Sicherheitsgründen nur ganz kurz stattfinden, weil es einfach zu heiß war.

    Die Gäste im Festzelt - manche von ihnen waren alle drei Tage da - lobten besonders das leckere Essen und die gute Musik. Andere das schöne Ambiente am Waldschlösschen. Und wieder andere freuten sich besonders auf den Montag, wo nach dem Seniorennachmittag das "Wirtshaussingen mit ortsbekannten Musikanten" stattfinden sollte. Ein Paar nahm sich fest vor, bis nach 18 Uhr der Hitze zu trotzen, weil da das "Knolli Trijo" auftritt.

    Die Vorsitzende der Feuerwehr Hafenlohr, Caroline Pietzarka, berichtete, dass der Festgottesdienst am Morgen, der im Festzelt stattfand, besonders gelobt worden sei. Dieser war von der Hafenlohrtalkapelle und dem Gesangverein Hafenlohr musikalisch begleitet worden. Pfarrvikar Matthias Eller ging dabei auf das Thema Feuerwehr ein.

    Im Anschluss gratulierte die stellvertretende Landrätin Sabine Sitter auch im Namen von Kreisbrandrat Peter Schmitt und Kreisbrandinspektor Andreas Schmitt zum Jubiläum und lobte das Ehrenamt. Schirmherr und Bürgermeister Thorsten Schwab überreichte einen Geldbetrag an die Feuerwehr, bevor auch er sich mal am Baggerfahren probierte.

    Barbara Stamm lobte die liebevolle Dekoration im Festzelt und die vielen Helfer. Unmöglich finde sie es, dass die Leute, die helfen wollten, immer mehr Steine in den Weg gelegt bekämen. Alleine wenn man eine genaue Zutatenliste zu seinem beigesteuerten Kuchen mitliefern müsse, schrecke das doch die Leute ab. "Gut, dass das mal jemand laut sagt", so Pietzarka.

    Der Tenor aller Redner war, dass es großartig sei, dass das Fest von den Freiwilligen Feuerwehren aus Hafenlohr und Windheim gemeinsam ausgetragen wurde.

    Bereits am Freitag fand ein Beatabend mit "Crossfire" statt, der mit über 500 zahlenden Gästen überraschend gut besucht war, berichtete Pietzarka.

    Dem Freitag folgte am Samstag der "Abend der Feuerwehren". Die anwesenden 30 Gastwehren wurden von den Ehrendamen aufgerufen und die Partnergemeinde Pont-d'Ouilly auf Französisch begrüßt. Mit rund 800 Besuchern war das große Festzelt laut der Vorsitzenden voll und die Triefensteiner Musikanten sorgten für gute Stimmung.

    Die kalte Dusche aus dem Feuerwehrschlauch wurde gerne genutzt - nicht nur von den ganz Kleinen. Foto: Susanne Feistle

    Susanne Feistle

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