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    ALTENGRONAU

    Geldautomaten-Sprengung: Noch keine heiße Spur

    Es gibt noch keine heiße Spur zu den Tätern nach der Geldautomaten-Sprengung in der Nacht auf Mittwoch vergangener Woche... Foto: Michael Mahr

    Nach der Geldautomaten-Sprengung in der Sparkassen-Filiale in Altengronau laufen die Ermittlungen der Polizei weiter. Die vor Ort genommenen Spuren werden ausgewertet, man geht den Hinweisen nach, die nach der Tat eingegangen sind. Es gibt jedoch noch keine heiße Spur, informiert das Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen. Es übernimmt zentral für ganz Hessen die Ermittlungen in Fällen von Automatensprengungen.

    In der Nacht auf Mittwoch der vergangenen Woche hatte Unbekannte im Geldautomaten-Raum der Sparkasse in der Frankfurter Straße in Altengronau, kurz hinter der Landesgrenze von Bayern nach Hessen, durch Einleitung eines Gasgemisches eine Explosion ausgelöst. Fensterscheiben und die Eingangstür gingen durch die Druckwelle kaputt. Glasscherben wurden auf die Straße und auf den an das Gebäude grenzenden Parkplatz geschleudert.

    Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich

    Die Täter erbeuteten bei der Automaten-Sprengung auch Geld, informiert die Kreissparkasse Schlüchtern auf Nachfrage. Wie hoch der Betrag war, dazu gibt es keine Angaben. Die Beute ist allerdings eingerechnet in den Gesamtschaden, der als niedriger sechsstelliger Betrag angegeben wird.

    Die Sparkasse in Altengronau bleibt noch einige Zeit ganz geschlossen. Die Kunden sind solange auf die Filiale im etwa zehn Kilometer entfernten Sterbfritz angewiesen. Kunden, die nicht in der Lage sind, den Weg dorthin zurückzulegen, würde man bei dringenden Geschäften auch zu Hause aufsuchen, hat das Geldinstitut angeboten.

    Filiale bleibt erhalten

    Die Filiale in Altengronau wird die Kreissparkasse Schlüchtern aber wieder herrichten lassen, informiert Pressesprecher Torsten Priemer. Es werde aber ein paar Wochen dauern, bis sie wieder betriebsbereit ist. Dabei bleibt die Ausstattung im bisherigen Umfang vorhanden. „Eine Filiale ohne Geldautomat und Kontoauszugsdrucker macht wenig Sinn“, so Priemer.

    Dabei werde man sich natürlich die Technik anschauen und diese auf den neuesten Stand bringen, sagte er. So sind Geldautomaten der neuesten Generation mittlerweile mit einem so genannten Anti-Gas-Kit ausgerüstet. Dabei sind die Automaten mit Gassensoren ausgerüstet, die zum einen Alarm auslösen, zum anderen chemische Stoffe freisetzen, die eingeleitetes Gas neutralisieren und dadurch eine Explosion verhindern sollen.

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