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    Thüngen

    Gemeinde befindet sich im Aufschwung

    Gelebte Ökumene: Künftig sollen in der evangelischen St-Georgs-Kirche von Thüngen die meisten katholischen Gottesdienste gefeiert werden. Foto: Günter Roth

    Im Rahmen einer ruhigen, harmonischen Bürgerversammlung begrüßte der Thüngener Bürgermeister Lorenz Strifsky rund 60 Interessierte im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde St. Kilian. Hauptthemen waren die Sanierung der Verbandsgrundschule, die Finanzen der Marktgemeinde und das Baugebiet "Am Kies".

    Dabei konnte Strifsky durchaus mit erfreulichen Zahlen aufwarten. Die Einwohnerzahl ist konstant und wird wohl infolge des neuen Baugebiets steigen, die Steuerkraft ist hoch und die Schulden sind mit 232 Euro pro Kopf niedrig. "Man sieht, Thüngen steht überdurchschnittlich gut da und befindet sich im Aufschwung", so der Bürgermeister.

    Strifsky stellte der Versammlung zahlreiche Ereignisse und ehrenamtliche Leistungen der Bürger im ablaufenden Jahr vor. So wurde die Kneippanlage an der "Kleinen Wern" in vielen Stunden und in Eigenleistung gebaut, mehrere hochklassige Konzerte in den beiden Kirchen sowie die musikalische Sommernacht auf dem Planplatz zeugten vom kulturellen Interesse der Thünger. Als erfreulich sah der Bürgermeister die Spendenbereitschaft seiner Mitbürger. Zwei Spenden in Höhe von insgesamt 1700 Euro gingen an die Feuerwehr, eine weitere von 1000 Euro an den FC Thüngen und auch die neuen Festzeltgarnituren, die den Vereinen zur Verfügung stehen, wurden zum größten Teil durch private Spenden finanziert.

    Kleine Revolution

    Eine kleine Revolution beschlossen die beiden Pfarrgemeinden. Künftig sollen die meisten katholischen Gottesdienste in der evangelischen St. Georgskirche in der Dorfmitte gefeiert werden. Als besondere Ereignisse erwähnte Strifsky einmal den Fund von Weltkriegsgranaten in der Wern  

    Nicht zufriedenstellend war im zurückliegenden Jahr allerdings der gescheiterte Versuch, einen Dorfladen zu gründen. Lediglich 31 Bürger zeichneten Anteilscheine für 18 000 Euro. Der Versuch, Bürger mit einem "Dorfbus" zum Einkaufen zu fahren, wurde ebenfalls nicht in dem erwarteten Ausmaß angenommen. Auch die Markttage liefen auf dem Planplatz trotz des großen Einsatzes der Marktleiterin Regina Faulhaber nicht so erfolgreich. Die Geschäftsleute allerdings, die an diesen Tagen geöffnet hatten, waren jeweils recht zufrieden.

    Im kommenden Jahr steht die Sanierung der Grundschule an. In den Osterferien sollen die Klassenräume vom Hauptbau in den westlichen Anbau verlegt werden, und dann starten sogleich die Arbeiten. Weiterhin will die Gemeinde die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umstellen und die geplante Wasserspiellandschaft im Rahmen der ILE-Förderung vorantreiben. Vereinsmäßig wird der 100. Geburtstag des FC Thüngen im Mittelpunkt stehen. Dazu ist der Verein auf der Suche nach alten Dokumenten und Fotos. In Angriff nehmen will Strifsky auch den lange erstrebten Fahrradweg nach Retzbach.

    Statistische Zahlen

    Unter den 1349 Einwohnern sind 68 ausländische Staatsangehörige. Die Bevölkerungswanderung erbrachte ein Minus von zehn Personen, den 13 Geburten standen neun Sterbefälle gegenüber. Die gemeindliche Steuerkraft pro Einwohner liegt im Jahr 2019 bei 774 Euro, der Landesdurchschnitt bei 853. Für das Jahr 2020 liegt die endgültige Steuerkraft bei 898 Euro.

    Bürgermeister Strifsky bedankte sich bei seinem Marktgemeinderatskollegium sowie bei allen Mitarbeitern der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen. sein weiterer Dank ging an die Mitbürger, die sich in allen ehrenamtlichen Bereichen für das Wohl der Gemeinde einsetzen. "Diese Menschen machen den Unterschied und sind mit Geld nicht zu bezahlen", sagte er. Für seine Person - wohl auch etwas im Hinblick auf die bevorstehende Kommunalwahl - erwähnte er, dass ihm das Amt des Bürgermeisters und das Wohl der Gemeinde auch weiterhin eine Herzensangelegenheit sei.

    Wortmeldungen, Kritik oder Anregungen seitens der Bürgerschaft gab es an diesem Abend nicht.

    Eine große Herausforderung ist die Sanierung der Grundschule für die Gemeinde Thüngen im Jahr 2020. Foto: Günter Roth

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