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    Kreuzwertheim

    Gemeinde sicherte sich Vorkaufsrecht für Grundstücke

    Erstmals hat das Kreuzwertheimer Gremium Vorkaufssatzungen für verschiedene Flächen in der Gemeinde beschlossen. Mit diesen Satzungen sichert sich die Gemeinde bei einem Verkauf der Flächen durch den Eigentümer das vorrangige Zugriffsrecht, um die Grundstücke selbst erwerben zu können. "Das ist eine interessante und sinnvolle Methode, mit der wir die Entwicklung der Gemeinde steuern können", befand Bürgermeister Klaus Thoma. Allerdings gibt es dabei einen Haken: Das Vorkaufsrecht greift freilich erst, wenn der Eigentümer überhaupt verkaufen will, wie der Rathauschef anmerkte.

    Insgesamt drei solcher Satzungen beschloss das Gremium. Zum einen für ein Grundstück im Ortsteil Unterwittbach (Flurnummer 5). "Die Gemeinde hat dort keine eigene Flächenreserve mehr für Wohnbauflächen", begründete das Gemeindeoberhaupt den Schritt. Die betroffene Fläche ist rund 3000 Quadratmeter groß und liegt direkt im Ortskern. Früher war dort der Landgasthof "Zum Engel" beheimatet, der allerdings bereits 2004 seine Pforten geschlossen hat. "Aufgrund der zentralen Lage ist das Areal eine wichtige Entwicklungsfläche für die Gemeinde", so Klaus Thoma.

    Mit der zweiten Vorkaufssatzung sicherte sich die Gemeinde den Zugriff auf vier Flurstücke in Kreuzwertheim (Flurnummern 3747/1, 3748/1, 3749/1 und 3750/1) entlang der Staatsstraße 2315 gegenüber der nördlichen Ortseinfahrt. Diese haben insgesamt eine Fläche von rund 1,9 Hektar. Das Areal könnte nach Vorstellung der Gemeinde als künftiger Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus dienen. Auch der Baubetriebshof könnte dort eine neue Heimat finden. Das Gelände sei auf Grund der Nähe zur Staatsstraße ideal für diese Pläne der Gemeinde geeignet, so der Bürgermeister.

    30 Kinder im Jahr 2019 geboren

    Die dritte Vorkaufssatzung beschloss der Gemeinderat für zwei Grundstücke in Röttbach (Flurnummern 272 und 270/2) mit einer Größe von rund einem Hektar. Rathauschef Thoma begründete den Beschluss damit, dass die Gemeinde in Röttbach keine Flächenreserven für Wohnbau mehr zur Verfügung habe. Auf dem größeren der beiden Grundstücke (272) befindet sich gegenwärtig eine Tennishalle mit Gastronomie ("Spessartstüble").

    Auf der Tagesordnung stand daneben auch die Änderung des Bebauungsplans "Am Wasserhaus". Konkret ging es dabei um das geplante Medicenter. Der Gemeinderat reagierte mit seinem Entschluss auf eine Stellungnahme des Landratsamtes des Main-Spessart-Kreises, welches Nachbesserungen beim Immissionsschutz gefordert hatte. Das Gremium entschied unter anderem, dass eine Schallimmissionsprognose erstellt werden soll. Auch wurden die Vorgaben zu den Schallschutzmaßnahmen für das Medicenter angepasst.

    Aktuelle Zahlen zum Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen präsentierte Bürgermeister Klaus Thoma. Demnach sind im Jahr 2019 30 Kinder in Kreuzwertheim geboren worden. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2019 liegt die Zahl der Kinder pro Geburtsjahrgang bei rund 33. Änderungen an der bisherigen Bedarfsplanung ergeben sich durch die neuen Zahlen indes nicht, wie der Rathauschef feststellte. Die vorhanden 57 Krippen- und 118 Kindergartenplätze seien nach wie vor ausreichend.

    Und zu guter Letzt hatte Thoma noch eine erfreuliche Ankündigung mitgebracht. So wird die geplante Umrüstung von 47 Straßenlaternen auf LED-Technik mit 5144 Euro durch das Bundesumweltministerium gefördert. Die Gesamtkosten betragen rund 26 000 Euro. Durch die Umrüstung will die Gemeinde pro Jahr etwa zwölf Tonnen Kohlendioxid einsparen.

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