• aktualisiert:

    Urspringen

    Gemeinderat Urspringen: Mehr Platz um die Synagoge

    Das Anwesen in der Judengasse 6 soll abgerissen werden. Dazu vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Projektierung an das Architekturbüro bma. Die entstehende Fläche soll dann zur Platzgestaltung an der Synagoge genutzt werden.
    Das Anwesen in der Judengasse 6 soll abgerissen werden. Dazu vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Projektierung an das Architekturbüro bma. Die entstehende Fläche soll dann zur Platzgestaltung an der Synagoge genutzt werden. Foto: Sabine Eckert

    Zu seiner jüngsten Sitzung traf sich das Urspringer Ratsgremium im Gemeinderaum des Feuerwehrhauses, da hier der geforderte Mindestabstand zwischen den Personen eingehalten werden konnte. Bereits im nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung wurden verschiedene Gewerke vorberaten und vergeben. Hier wurde die Maßgabe vom Bayerischen Staatsministerium des Innern umgesetzt, dass weitere Einzelheiten zu Auftragsvergaben, wie dem Angebotspreis zukünftig der Öffentlichkeit nicht mehr mitgeteilt werden.

    Somit informierte Bürgermeister Volker Hemrich im öffentlichen Teil der Sitzung lediglich, dass den Auftrag für den Doppelstabmattenzaun für den Neubau des Bauhofes die Firma Zaun & Sicherheit aus Marktheidenfeld, sowie den Auftrag für die Hoftoranlagen die Firma Metallbau Häusler aus Thüngersheim erhält. Mit der Erweiterung zur Umrüstung auf eine elektronische Schließanlage für das Feuerwehrhaus wird die Firma Hausner aus Marktheidenfeld beauftragt.

    Haus in der Judengasse 6 wird abgerissen

    Zudem informierte das Ortsoberhaupt darüber, dass mit der Projektierung für den Abbruch des Anwesens in der Judengasse 6 an das Dorferneuerungs-Architekturbüro bma beauftragt wird. Auf Nachfrage erklärte Hemrich, dass sich das Anwesen jetzt in Gemeindebesitz befinde und hierfür bereits ein Konzept vorliege. Hier habe sich die Gemeinde entschieden, die Fläche zur Platzgestaltung an der Synagoge zu nutzen.

    Neue Leuchten für das Dorf

    Nach der Bewilligung des Bauantrages zum Neubau einer Betriebswohnung mit Doppelgarage am Schmiedsberg 8 und einer Bauvoranfrage zum Neubau eines Wohnhauses in der Hauptstraße 30, befasste sich das Ratsgremium mit der Umrüstung von insgesamt 43 gestalterischen Leuchten. Zu dieser Tagesordnung war auch Frank Schneider vom Bayernwerk anwesend. Bereits in der letzten Sitzung konnten sich die Räte bei einer Zusammenkunft am Rathausplatz ein Bild von Leuchtkörpern in Neutral-Weiß beziehungsweise Warm-Weiß machen. Schneider informierte, dass die Kosten für den Austausch der Leuchtmittel bei beiden Typen bei 3784 Euro liege. In knapp drei Jahren habe sich der Austausch amortisiert, so der Fachmann. Allerdings seien diese Leuchtmittel nicht dimmbar, bedauerte Schneider.

    Bürgermeister Hemrich betonte jedoch, dass eine kostenlose Umrüstung nach fünf Jahren bei der Hauptinspektion möglich wäre, wenn diese auf dem Markt sind. Bei der Abstimmung der Gemeinderäte spielte vor allem die subjektive Meinung der Räte eine Rolle. Mit einem knappen Abstimmungsergebnis von sechs zu fünf Stimmen, entschied sich das Gremium dafür, alle 43 Leuchtmittel auf Neutral-Weiß umzustellen. Der andere Beschluss sah vor, die Leuchtstellen mit Platzcharakter am Rathausplatz sowie an der Synagoge in Warm-Weiß umzurüsten.

    Weiterhin informierte Bürgermeister Hemrich den Rat über:

    • Bauhof: Die Baumaßnahme liege gut im zeitlichen Rahmen. Einige Handwerker konnten schon früher mit ihrer Arbeit beginnen, da sie auf anderen Baustellen nicht arbeiten konnten. Beim Gewerk Stahlbau erfolgte die Abnahme, es wurden nur kleinere Mängel festgestellt. Derzeit laufen die Arbeiten an der Heizungsanlage, Elektroinstallation und am Trockenbau.
    • Grillplatz: Das Material für das neue Dach an der Grillhütte wurde bestellt. Jedoch sollen die Arbeiten in Eigenregie durchgeführt werden. Hemrich fasst dafür die Aktion "Zeit für Helden" ins Auge. Jedoch sei es fraglich, ob es durch die Corona Krise zeitlich machbar wäre.
    • Wahlhelfer: Hemrich bedankte sich bei allen Wahlhelfern, die bei der Kommunalwahl mitgewirkt haben. Auch beim Kindergartenpersonal, das die Briefwahlunterlagen eingetütet und im Gemeindegebiet ausgeteilt haben.
    • Kindergartenneubau: Bei einer Videokonferenz mit den Planern und Fachingenieuren kam man überein, auf Grund der derzeitigen Krise abzuwarten und erst im Herbst die Ausschreibungen auf den Markt zu bringen. "Wir haben zwei Jahre Zeit mit der Maßnahme zu beginnen", so Hemrich.
    • Wertstoffhof: Die Möglichkeit zur ordnungsgemäßen Abfallbeseitigung soll derzeit nach Mitteilung vom Staatsministerium sicher gestellt sein, erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage. Außerdem obliege der Wertstoffhof dem Landkreis. Die Bauschutt- und Grüngutdeponie allerdings liege in Gemeindehand und werde auf Grund der derzeitigen Situation nicht geöffnet. In der Bürgermeister-Dienstbesprechung der VG habe man sich hier auf ein einheitliches Vorgehen geeinigt.
    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!