• aktualisiert:

    Erlenbach

    Gemeinderat diskutiert Für und Wider des Photovoltaikparks

    Erneut beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit dem geplanten Photovoltaikpark in Erlenbach. Dazu informierte der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Main-Spessart, Michael Kohlbrecher, persönlich die Gemeinderäte und plädierte für die Stromgewinnung durch Photovoltaik, da sie für ihn ein wichtiger Beitrag zur Energiewende und zum Erreichen der Klimaschutzziele ist: "Die Flächenkonkurrenz zwischen Ackerflächen und Flächen zur Stromgewinnung steigt auch in Deutschland ständig. Es ist immer ein Abwägen zwischen Lebensmittelproduktion und Stromerzeugung", so Kohlbrecher.

    Auf die Frage von Bürgermeister Georg Neubauer, inwieweit die Anlage das Grundwasser beeinträchtigt, antwortete Michael Kohlbrecher, dass keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Klaus Dornbusch ergänzte, dass das Grundwasser eher geschützt wird, da durch die Nichtbewirtschaftung der Äcker auch keine Düngemittel mehr ins Grundwasser eingebracht werden.

    Eduard Liebler forderte die Gemeinderäte eindringlich auf, die Errichtung einer "viel zu groß dimensionierten" Photovoltaikanlage, aus dem Blickwinkel der Gemeinde zu betrachten: "Wir müssen die Naturlandschaft für die Menschen, die hier leben, erhalten und schützen. Das Erreichen der Klimaziele müsse global angegangen werden. Dies kann nicht in Erlenbach realisiert werden."

    Für ihn wäre es sinnvoll, Photovoltaikanlagen auf Dächern zu installieren, um so einen Flächenfraß zu vermeiden. Sven Liebler fand die riesige Fläche der Photovoltaikanlage "nicht schön", da das Gebiet auch von vielen Spaziergängern und Wanderern zur Naherholung dient. Zweiter Bürgermeister Stefan Schwind entgegnete, dass nicht entscheidend sei, ob die Photovoltaikanlage schön oder nicht schön ist: "Für mich ist wichtig, dass die Gemeinde Erlenbach einen, wenn auch kleinen Beitrag, zur Energiewende leistet."

    Bürgermeister Georg Neubauer informierte den Rat über aktuelle Themen: Vom 13. August bis Ende September wird die Kreuzung an der Bundesstraße 8/Würzburger Straße/Südring/Nordring in Marktheidenfeld umgebaut. Marktheidenfeld kann dann von Erlenbach aus mit dem Auto nur über Lengfurt erreicht werden. Es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

    Die Wasserentnahmestelle am Tiefenthaler Brunnen ist seit 1. Juli wieder in Betrieb. Der Gemeinderat besichtigte den Steinbruch der Heidelberg Zement AG und war beeindruckt von den Renaturierungsmaßnahmen. Die neuen Erdurnengräber im Erlenbacher Friedhof sind fertiggestellt und wurden abgenommen. Die Arbeiten an der Kanal- und Wasserleitung in der Hauptstraße in Tiefenthal laufen noch.

    Weiter wurden in der Sitzung mehrere Bauanträge und Bauvoranfragen behandelt: Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Gerätehalle in Tiefenthal: Der Gemeinderat hat keine Einwendungen zur Bauvoranfrage. Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, Gemarkung Tiefenthal, Kreuzstraße 54: Der Gemeinderat nahm den Bauantrag zur Kenntnis.

    Abbruch der bestehenden Scheune und Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, Gemarkung Erlenbach, Ringweg 9a: Hier sahen die Gemeinderäte die Abweichungen vom Bebauungsplan im Bezug auf Dachneigung, Dachfarbe, Firstrichtung, Baugrenzüberschreitung und Traufhöhe städtebaulich vertretbar und stimmten einstimmig zu.

    Neubau einer Maschinenhalle, Gemarkung Erlenbach, Flur-Nummer 516: Das Einvernehmen zum Bauvorhaben wurde erteilt. Die Widmung einer Teilfläche der Flur-Nummer 527 als öffentliche Verkehrsfläche ohne separate Vermessung und ohne statische Untersuchung erfolgte. Das gemeindliche Einvernehmen für die Einleitung von Abwässern in oberirdische Gewässer wurde erteilt. Die Erteilung der Sondernutzungsgenehmigung zur Befahrung des Burkarduswegs mit Baufahrzeugen über 2,5 Tonnen wurde zurückgestellt. Dies soll von einem Fachplaner zunächst geprüft werden.

    Abbruch eines Dachgeschosses und Aufstockung mit Obergeschoss und Dachgeschoss, Gemarkung Tiefenthal, Am Steinbruch 16: Der Gemeinderat hat keine Einwendungen und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

    Gemeindliche Grüngutsammelstelle: Thema in einer Besprechung mit den Verantwortlichen des Landratsamtes Main-Spessart und einigen Kommunalvertretern im Februar war die Errichtung und der Betrieb von gemeindlichen Grüngutsammelstellen oder ob dies Aufgabe des Landkreises ist. Die Gemeinderäte fassten den Beschluss, dass der Landkreis ein entsprechendes bürgernahes und praktikables Entsorgungskonzept innerhalb der nächsten zwei Jahre realisieren soll.

    Erstaufforstung, Gemarkung Tiefenthal: Die Erstaufforstung der Teilfläche von 0,6 Hektar für das Flurstück-Nummer 1520 wurde erteilt. Auf der gleichen Fläche werden bereits zwei weitere Flächen als Mischwald vom Antragsteller aufgeforstet. 

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!