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    Gemünden

    Gemünden erinnert an die vergessene Autobahn

    So sollte die geplante Autobahn das Saaletal queren. Foto: AK Autobahngeschichte

    Nach Gräfendorf hat jetzt auch Gemünden die Beteiligung am Leader-Projekt "Strecke 46 - Die vergessene Autobahn" konkretisiert und die Mittel dafür bereitgestellt. Für die touristische und didaktische Erschließung des längsten Denkmals Bayerns sind insgesamt 260 000 Euro vorgesehen, wovon 51 000 Euro auf Maßnahmen im Raum Gemünden entfallen. Nach Abzug der Leader-Förderung hat die Stadt davon 21 000 aufzubringen.

    Ausführlich erläuterte Bürgermeister Jürgen Lippert, der selbst Führungen zu den Resten der nie fertiggestellten Autobahn anbietet, das Konzept des Büros cognito aus Niedenstein mit dem Titel "Strecke 46 - Die vergessene Autobahn, Auf Spurensuche". Daran beteiligen sich, sofern den jetzt ermittelten Ausgaben zugestimmt wird, die Kommunen Burgsinn, Gemünden, Gössenheim, Gräfendorf, Karsbach und Zeitlofs sowie der Verein Arbeitskreis Autobahngeschichte und die Bayerische Staatsforstverwaltung, der Naturpark-Spessart-Verein und die Lokalen Arbeitsgruppen (LAG) Spessart, WeinWaldWasser  und Bad Kissingen. Die Beteiligung von gleich drei LAG ermöglicht den höchstmöglichen Fördersatz der EU-Mittel: 70 Prozent der Nettokosten.

    Geschaffen werden unter Nutzung vorhandener Wege eine beschilderte, 60 Kilometer lange Mountainbike-Route, fünf örtliche Rundwege als "Spurensucherpfade" zu unterschiedlichen Themenfeldern (bei Seifriedsburg: "Mühsame Handarbeit"), Informationstafeln, Schaustücke, Rastplätze, Faltblätter, eine neue Homepage im Internet, QR-Codes für Smartphones und anderes mehr. Das Angebot soll sich für Ausflügler ebenso eignen wie für einen geschichtlichen Unterricht. Der Stadtrat beschloss die Ausgabe 21 gegen eine Stimme.

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