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    Lohr

    Gerüstet für Megathemen im Wald

    Die frischgebackenen Forstwirtschaftsmeister bei der Zeugnisübergabe mit den Verantwortlichen der Forstschule und Landrat Thomas Schiebel (rechts). Foto: Forstschule Lohr

    22 Forstwirtschaftsmeister erhielten jetzt im Rahmen einer Feierstunde in der voll besetzten Aula der Lohrer Technikerschule für Waldwirtschaft ihre Meisterbriefe und ihr Prüfungszeugnis. Die fünf Prüfungsbesten erhielten zusätzlich eine Meisterpreisurkunde und -medaille. Mit der Traumnote von 1,0 schloss Andreas Rieder aus Samerberg als Lehrgangsbester ab. Auch der Lohrer Kevin Hecht war erfolgreich.

    Der Leiter der Technikerschule, Robert Staufer, lobte laut Pressemitteilung bei der Begrüßung die Bereitschaft der Lehrgangsteilnehmer, sich auf etwas Neues einzulassen und sich den Herausforderungen der Meisterprüfung mit Fleiß, Engagement und Willenskraft zu stellen. Er forderte die Absolventen auf, neben den fachlichen Aufgaben, vor allem auch ihre neue Rolle als Führungskraft anzunehmen.

    In seiner Festrede zitierte Ministerialrat Friedrich Nebl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit den Worten: »Das Wissen ist die wichtigste Ressource in unserem rohstoffarmen Land, welches nur über Bildung erschlossen werden kann.« Durch die breit gefächerte und fachlich fundierte Weiterbildung mit hohem Praxisbezug seien die neuen Meister bestens gerüstet, um sich bei den aktuellen Megathemen Klimawandel, CO2-neutrale Energieversorgung und Erhalt der Artenvielfalt zu bewähren. »Meister gehören zu den Besten ihres Fachs«, so Nebl abschließend an die Absolventen.

    In seinem Grußwort unterstrich Landrat Thomas Schiebel, dass die Bedeutung des Waldes derzeit in das Bewusstsein der Gesellschaft gehoben wird. Das eröffnet der Forstbranche die Chance, die vielfältigen Funktionen des Waldes der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Er ermunterte die neuen Meister daran mitzuwirken. Die zweite Bürgermeisterin der Stadt Lohr, Christine Kohnle-Weis, wünschte den Absolventen ein meisterliches Händchen für die bevorstehenden Aufgaben im Klimawandel.

    Jahrgangssprecher Michael Böhm sagte, dass die Redewendung »Das Handwerk hat goldenen Boden« nur dann zutreffe, wenn die nötige Akzeptanz in der Gesellschaft da sei und mit einem auskömmlichen Verdienst einhergehe. Er bedankte sich für die intensive Ausbildung unter der Leitung von Gerhard Baumeister. Seinen Kollegen gab er mit auf den Weg, die Begeisterung für den Wald in die nächsten Forstwirt-Generationen hineinzutragen.

    Das Duo Lissy und Hans Heilgenthal umrahmte die Feier musikalisch.

    Anfang Januar 2019 hatten 20 Teilnehmer, davon 18 aus Bayern und zwei aus Baden-Württemberg in Lohr ihre Vorbereitung auf die Forstwirtschaftsmeisterprüfung begonnen. In enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim sowie dem Forstlichen Bildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in der Laubau wurden die Forstwirte umfassend auf die Prüfungen vorbereitet. Zu den Teilnehmern am Vorbereitungskurs gesellten sich zur Prüfung noch vier sogenannte Seiteneinsteiger und zwei Wiederholer.

    Die Absolventen
    Die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister haben erfolgreich abgelegt: Josef Bauer (Staudach-Egerndach), Frank Binder (Ebrach), Michael Böhm (Denkendorf), Simon Erfle (Reichenbach), Dominik Gruner (Wasserburg), Florian Hahn (Allersberg), Kevin Hecht (Lohr), Peter Jansen (Eußenheim/Bühler), Dominik Jobst (Hemau), Louis Lang (Konnersreuth), Manuel Lind (Rieneck), Christian Lindner (Gerolzhofen), Marius Mohr (Michelrieth), Karl Neiswirth (Vilseck/Ebersbach), Andreas Rieder (Samerberg), Florian Schloßer (Augsburg), Francis Schmidt (Traunstein), Peter Schüßler (Hausen), Daniel Spielbauer (Kirchberg im Wald), Martin Vogl (Lohberg), Maximilian Wastlhuber (Wackersberg) und Thomas Wießler (Wittnau).

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