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    LOHR

    Schüler im Planspiel: „Der Landtag sind wir“

    Landtag in der Realschule: Simulation einer Debatte in der Aula. Foto: Frank Zagel

    98 Zehntklässler der Georg-Rexroth-Realschule in Lohr erhielten am Montagvormittag einen Einblick in die Tätigkeit von Landtagsabgeordneten, in dem sie sich in deren Rolle versetzten. Aufgeteilt in alle im Landtag vertretenen Parteien führten die Schüler eine Debatte vom Gesetzesentwurf bis zur Abstimmung zum Thema „Alkoholkonsum bei Jugendlichen“. Als einziger „richtiger“ Landtagsabgeordneter war Thorsten Schwab (CSU) aus Hafenlohr zugegen, der am Ende der Debatte für Fragen zu Verfügung stand.

    Das Centrum für angewandte Politikforschung – Forschungsgruppe Jugend und Europa (CAP) brachte auf Einladung der Schule durch Projektbetreuerin Studienrätin Nikola Schaupp ein Szenario ein, um den Schülern einen authentischen Ablauf im Landtag zu demonstrieren. Ausgehend war ein Gesetzesentwurf der Freien Wähler, die übersteigerten Alkoholkonsum und damit eingehende Gewalttätigkeit und Kriminalität bei jungen Menschen bekämpfen wollen. Eine strengere Regelung zum Verkauf von Alkohol, die Einführung einer Sperrstunde und Aufklärungskampagnen wurden gefordert.

    Ausschüsse und Fraktionen

    Aus jedem Schüler wurde ein fiktiver Abgeordneter, samt eigenem Lebenslauf und politischer Zielsetzung. In den Ausschüssen berieten die Zehntklässler über den Entwurf des Gesetzes und brachten Änderungen mit ein, über die die Fraktion abstimmte. Auch die Auswirkungen der Presse auf anstehende Verhandlungen wurde simuliert.

    Moderiert vom Organisationsteam des CAP wurde eine abschließende Plenarsitzung simuliert, in der alle Fraktionen ihre Änderungsvorschläge vorstellten und ein Gesetzesentwurf hitzig diskutiert wurde – wie im echten Landtag. Für die Schüler war das Projekt eine ausgezeichnete Möglichkeit, den politischen Betrieb im Landtag spielend zu begreifen.

    Fragen an den Landtagsabgeordneten

    Schulleiter Alexander Lutz appellierte an die jungen Menschen, sich selbst politisch zu informieren und aktiv zu werden. Abschließend stand Thorsten Schwab den Fragen der Schülern und Lehrern zur Verfügung. „Politik ist interessant und wichtig“, sagte er und ging auf Themen für junge Menschen ein, die den Führerschein mit 16 und Internet-Breitband-Ausbau beinhalteten.

    Auf die Frage, ob ihm Alkoholausschank für 16-Jährige oder die Freigabe von Cannabis lieber wäre, wich er aus. Er sei kein Freund eines Vergleichs, sagte Schwab. Bei einer Legalisierung von Cannabis würde freizügiger damit umgegangen werden: „Da gibt es aber andere Parteien, die sich dafür einsetzen“, gab Schwab zu. Auf die Frage, welchen Politiker er einmal persönlich Kennenlernen möchte, antwortete Schwab, dass er in Ex-US-Präsident Barack Obama und seinem Nachfolger Donald Trump interessante Persönlichkeiten sehe. Es würde ihn interessieren, ob Trump wirklich so ist, wie er dargestellt wird.

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