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    Glasofen

    Glasofen: Richtfest für Bürgerhaus

    Zimmermann Ulrich Behl und seine Tochter Nele verkünden den Richtspruch für das neue Bürgerhaus in Glasofen. Foto: Lukas Kutschera

    Für Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder war es ein ganz besonderer Tag. "Endlich mal wieder Richtfest in Glasofen", freute sich die Bürgermeisterin beim Richtfest des Bürgerhauses im Marktheidenfelder Stadtteil. Das alte Glasofener Schulgebäude mit all seinen baulichen Erweiterungen, das es über mehr als hundert Jahre erfahren hatte, wurde zurückgebaut und um einen scheunenartigen Neubau erweitert. Besonders lobte Schmidt-Neder das Engagement der Bürgerschaft, die kräftig beim Rückbau mit angepackt hatte: "Glasofen hat es verdient, dass wir heute Richtfest feiern." Den Richtspruch verkündeten der Zimmermann Ulrich Behl, unterstützt von seiner Tochter Nele.

    Rund 2,3 Millionen Euro sollen die Baukosten insgesamt betragen, wobei man mit etwa 830 000 Euro Fördergelder von der EU unterstützt wurde. Im Dezember 2017 erhielt die Stadt die Förderzusage vom Amt für Ländliche Entwicklung. Insgesamt seien so fünf der sechs Stadtteile bei ihrer Gemeindeentwicklung bezuschusst worden, resümierte die Bürgermeisterin. Doch auch für den letzten Stadtteil Michelrieth stünden Fördergelder in Aussicht. 

    Ein Treffpunkt für Jung und Alt

    Baubeginn war im Juli 2018, und pünktlich zum Kirchweihfest im November soll das neue Bürgerhaus fertiggestellt sein. Dazu zeigt sich der Architekt des Projekts Johannes Hettiger zuversichtlich. Auch mit den Kosten liege man gut im Plan. Mit seinem Konzept wollte der Architekt ein modernes Gebäude schaffen, das sich aber in das Ortsbild einfügt. Der Neuanbau, der einer Scheune gleicht, soll als Veranstaltungsraum für Jung und Alt dienen. Im Altbau werden dann die Sanitäranlagen und Abstellräume untergebracht. Die Räume im gesamten Obergeschoss werden den Vereinen des Stadtteils zur Verfügung gestellt. Im Keller werden die Jugendliche der Ortschaft künftig ihren Treffpunkt haben. Insgesamt bietet das Bürgerhaus eine Nutzfläche 562 Quadratmeter.

    Herausfordernd beim Rückbau seien die statischen Besonderheiten des alten Schulhauses gewesen, so der Architekt. 1890 sei das Gebäude gebaut worden und hätte über die Jahre verschiedene Erweiterungen erlebt, die statisch nicht alle sinnvoll gewesen sein sollen. So habe man beim Rückbau besonders vorsichtig und Schritt für Schritt vorgehen müssen, erklärte Hettiger. Auch der Architekt lobte die Unterstützung beim Rückbau durch die "lebhafte und engagierte" Gemeinde.

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