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    Marktheidenfeld

    Glosse Fischers Fritz: Besser nicht die Nase rümpfen

    Mit den fränkischen Eigenheiten kommt nicht jeder zurecht. Auch ändert sich ständig was, stellt der Fischers Fritz Tag für Tag aufs Neue fest. Und wenn es nur der Name ist.
    Foto: Josef Lamber

    In diesen Tagen, da an den Stammtischen die Bäuche wackeln vor Lachen über einen bemitleidenswerten Aushilfspriester, der sich am Most erfreute und mit 1,32 Promille bei Lohr einen Unfall baute, ruft der Fischers Fritz zum Nachdenken auf. Wie würde es denn unsereinem ergehen, wenn ihm beispielsweise in gemütlicher Runde am Orinoco oder am Sambesi von freundlichen Gastgebern ein leckeres Getränk angeboten würde, das köstlich mundet – würden wir da Gefahr lauern? Natürlich nicht! Und wie könnten die Gastgeber, zweifellos den Haustrunk gewohnt und seine Wirkung kaum mehr wahrnehmend, denn ahnen, dass der Gast wegen so was schwächeln könnte? Also bitte nicht vorschnell richten.

    Gegenwärtig empfiehlt es sich ohnehin nicht, die Nase zu rümpfen, vor allem weil sie bei vielen Landsleuten erkältungsbedingt tropft. Womit der Fritz auf diese Weise einen gewagten, aber letztlich doch gelungenen thematischen Übergang zum Fisch des Jahres 2020 geschafft hat: der Nase. Früher war die Nase häufig, zählte an der Donau sogar zu den "Brotfischen". Am Main sind sie richtig selten und gehen, so weiß der Fritz, kaum noch ins Netz. Dabei sind sie für die Wasserqualität ein Segen, weiden sie doch die Algen am Grund ab und lagern diesen um. Also achtet mir die Nasen und natürlich eure eigenen auch. Es hilft schon, sie nicht in alles reinzustecken.

    Zum 13. Mal schon fanden im Haus Lehmgruben die Hädefelder Seniorentage statt. Wer es sich einrichten kann, ist an diesem Samstag noch bei "Happy Music" von 10 bis 12 Uhr zum Weißwurstfrühstück willkommen. Diese Seniorentage sind ein Segen, weil sie nicht nur wertvolle Gesundheitstipps und nützliche Ratschläge geben, sondern uns ältere Menschen auch auf die Höhe der Zeit hieven. So hat der Fritz gehört, während er seine angeleiteten Turnübungen absolvierte, dass "dual task" für Senioren ziemlich erstrebenswert ist – vor allem, wenn wir es in unseren Tagesablauf einbauen.

    "Dual task" meint eigentlich, dass man zwei Dinge gleichzeitig tut, was besonders dann nützt, wenn es Körper und Geist gleichzeitig fordert. Also wer beim Kaffeekochen den Wasserkocher zehnmal hochhebt, der macht zwar "dual task", aber denkt dabei zu wenig. Viel besser wäre es, gleichzeitig zum Wasserkocherheben von 150 in Dreierschritten rückwärts zu zählen. Ob diese Übung gegen "Wandering" hilft, wie Fachleute heutzutage das nächtliche Herumirren bezeichnen, hat der Fritz noch nicht ausprobiert. Sein Problem ist sowieso eher das "Forgetting". Aber dafür gibt's zum Glück Spickzettel in jeder Hosentasche. Viele von euch machen es sicher genauso vermutet Euer Fischer Fritz  

    Bearbeitet von Joachim Spies

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