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    Gemünden

    Glosse Karli Keiler: Ein Blutspende-Rekordergebnis in der Endlosschleife

    Wie eine Brücke schnell und billig geht, hat ein Biber gezeigt. Die Keiler-Post druckt immer wieder denselben Bericht und das BfB erhält Schützenhilfe vom SOS-Dorfleiter.
    Ende Januar hat der Biber über dem Mühlgraben in Gemünden einen Baum gefällt. Foto: Norbert Höfling

    Was war das für ein Aufstand, als die Brücke vor dem Mühltor in Gemünne weg war. Die Anwohner sind auf die Barrikaden gegen, mehrere Demonstrationen für einen neuen Saalesteg hat es seinerzeit gegeben. Und Spenden von über 60 000 Euro wurden gesammelt. Dass es schneller gehen kann, hat die Tage ein Biber gezeigt, der einfach einen Baum über den Mühlgraben gefällt hat. Gut, der Steg ist vielleicht etwas wackelig, aber dafür unschlagbar günstig. Wenn er an derselben Stelle noch zwei, drei Bäume fällen könnte, ließen sich diese vielleicht günstigen zu einem gescheiten Steg verbinden. Der Karli muss mal mit ihm reden.

    Langt drei Mal derselbe Bericht?

    2019 war ein Rekordjahr beim Blutspenden in Gemünden. Noch nie zuvor sind in einem Jahr so viele Spender gekommen. Das kann man natürlich nicht oft genug schreiben. Deshalb hat es die Keiler-Post schon im November verkündet und dann wortgleich im Januar noch zwei Mal, immer gemeinsam mit ein paar Zeilen über den letzten Blutspendetermin des Jahres 2019. Aller guten Dinge sind drei?

    Von wegen, eher täglich grüßt das Murmeltier. Derselbe Bericht ist dem Karli die Woche noch einmal zugegangen. Jetzt ringt der Karli mit sich, ob es eine solch positive Botschaft aus Gemünne wert ist, noch einmal veröffentlicht zu werden. Es steht ja neuerdings auch genügend aus dem restlichen Landkreis in der Zeitung, da schadet der Bericht ein viertes Mal sicher auch nicht. Der Karli überlegt schon, dem Blutspendebericht jeden Monat einen festen Platz zuzuordnen. Viel hilft bekanntlich viel.

    Schützenhilfe für Lipperts BfB

    Das Lippert'sche Bündnis für Bürgernähe ist ja nicht mehr nur auf den Berg beschränkt. Jetzt macht es auch einen Sprung auf einen anderen Berg – nach Hohenroth. Dort scheint auch der SOS-Dorfleiter, der Kölbls Mario, ein großer Anhänger des Bündnisses zu sein, obwohl man vermuten sollte, dass das SOS-Dorf insgesamt doch vielleicht eher dem Öko-Kreis zuneigt. Zu einer BfB-Wahlveranstaltung am Freitagnachmittag in Hohenroth hat er jedenfalls, es handle sich ja um "gesellschaftspolitische Bildung", während der Arbeitszeit allen Arbeitsbereichen freigegeben und per Aushang für die Veranstaltung geworben. Wenn das mal kein Erfolg für das BfB wird.

    Ansonsten fällt dieses Jahr eine gewisse Zurückhaltung in Sachen Wahlplakaten in Gemünne auf. Man sieht mehr Landrats- als Stadtrats-, geschweige denn Bürgermeisterkandidaten. Das mag natürlich damit zu tun haben, dass es in Gemünne nur einen Bürgermeisterkandidaten gibt. Die Spuren des Wahlkampfs werden deshalb diesmal wohl auch schneller verschwunden sein als nach der letzten Bürgermeisterwahl. Die paar Plakate sind schnell abgehängt.

    Bearbeitet von Björn Kohlhepp

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