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    Arnstein

    Glosse Sack Zement: Gute Fahndungstipps für die Polizei

    Hier ausnahmsweise mal ein Tipp für die Polizei: So könnte der Räuber von Arnstein leicht gefunden werden.
    Rewe Getränkemarkt Arnstein nach dem Raubüberfall vom 20.11.2019 Foto: Karlheinz Haase

    Die Fahndung läuft weiter nach dem Täter, der bei seinem Raubüberfall in Arnstein mehrere hundert Euro erbeutet hat. Die Polizei setzt dabei auf die Täterbeschreibung: ungefähr 175 bis 180 Zentimeter groß, kräftige, sportliche Figur, trug schwarze Sturmhaube und schwarze Wollmütze, bekleidet mit Jeans, blauer Jacke mit breitem weißen Streifen im Brustbereich und schwarze Handschuhe.

    Die Beschreibung hätte man sich fast sparen können, denn genau so sieht ein Raubüberfäller im Bilderbuch aus – beziehungsweise in jedem schlechten Krimi. Gut, der weiße Bruststreifen ist schon markant, aber alles andere ...

    So jedenfalls wird der Typ nicht zu finden sein. Die Ermittler sollten anders vorgehen:

    Wer kennt jemanden, der in der Spielhölle am Arnsteiner Bahnhof gerade sein Geld verzockt hat?

    Wer kennt jemanden, der gerade mehrere hundert Euro auf der Bank eingezahlt hat – Geld, an dem noch Reste von Limo, Bier und Cola klebten?

    Oder so: Wer kennt jemanden, der für längere Zeit eine sichere Bleibe mit kostenlosem Essen, einem geregelten Tagesablauf, gelegentlichem Gesundheitssport und eigenen vier Wänden sucht?

    Anders lässt sich der Fall kaum erklären. Denn wie intelligent muss einer sein, dass er eine solche Tat für mehrere hundert Euro begeht? Der hatte wohl auch nichts nichts davon gehört, dass man Geld nicht essen kann. Wirklich schlau wäre er gewesen, sich ein paar Kästen Bier in den Kofferraum laden zu lassen. Die kann man wenigstens trinken. 

    Bearbeitet von Karlheinz Haase

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