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    MAIN-SPESSART

    Gold für Frankens Obstbrenner

    Professor Richard Balling (von links) vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit den Preisträgern aus dem Landkreis Main-Spessart: Andreas Staab (Partenstein), Berthold Loschert (Steinfeld), Franz Köhler vom Biolandhof Köhler (Gemünden-Seifriedsburg), Arnold Fasel von der Höschter Brennerei (Gemünden-Hofstetten) und Hubert Fröhlich aus Gemünden-Aschenroth, Vorsitzender des Fränkischen Klein- und Obstbrennerverbandes. Foto: Bayern Brand/Gabriele Brendel

    Dreifachen Grund zum Feiern hatten die Bayerischen Brenner in der Würzburger Residenz. Zehn Brenner erhielten den Bayerischen Staatsehrenpreis aus den Händen von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. 302 Gold- und 209 Silbermedaillen der Bayerischen Obstbrandprämierung wurden überreicht und die frisch ausgebildeten Edelbrandsommeliers nahmen ihre Urkunden in Empfang. In den Landkreis Main-Spessart gingen sieben Goldmedaillen und fünf Silbermedaillen.

    Die Mitglieder des Fränkischen Klein- und Obstbrennerverbandes gewannen beid er Obstbrandprämierung 126 Gold- und 94 Silbermedaillen. Die meisten Medaillen konnte dabei die Brennerei Edgar Gößwein (Thüngersheim) mit nach Hause nehmen, gefolgt von der Edelbrennerei Haas (Pretzfeld) und der Brennerei Peterhof (Forchheim). Hinzu kommen die beiden Staatsehrenpreise für die Edelobstbrennerei Destilleum Michael Mayer (Pflaumheim) und die Spezialitätenbrennerei Norbert Winkelmann (Hallerndorf).

    Bayerische Staatsehrenpreise

    Das prachtvolle Ambiente des Fürstensaals in der Würzburger Residenz bildete den Rahmen für die Auszeichnung der besten Edelbrenner. Die nach 2014 zum zweiten Mal vergebenen Bayerischen Staatsehrenpreise gingen an Edelbrände Schauer (Oberfischbach), Edelbrand-Destillerie Liedschreiber (Gmund), Edelobstbrennerei Destilleum Michael Mayer (Pflaumheim), Esterl-Edelbrände (Niederreisbach), Fischerwerber?s Edelbrände (Rottach-Egern), G. Neumeier Kleinbrennerei (Brannenburg), Hausbrennerei zum Voglbauer (Bad Füssing), Obsthof Strodel (Weißensberg), Sebastian Huber (Langenpreising) und die Spezialitätenbrennerei Norbert Winkelmann (Hallerndorf).

    Die Preisträger wurden auf der Grundlage von 690 Produktproben von 159 Betrieben (73x Franken, 23x Lindau, 63x Südostbayern) ermittelt, die für die Bayerische Obstbrandprämierung eingereicht worden waren. Alle zwei Jahre werden dafür die Produkte von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und einer Expertenjury nach wissenschaftlichen Kriterien analytisch und sensorisch geprüft sowie anonymisiert bewertet. Die Verleihung des Bayerischen Staatsehrenpreises für Edelbrenner ist ein wichtiger Eckpfeiler der Initiative „Bayern Brand – Wir brennen für Bayern“, die Minister Brunner vor drei Jahren gemeinsam mit den drei Klein- und Obstbrennerverbänden der Regionen Franken, Lindau und Südostbayern ins Leben gerufen hat.

    Edles Metall für edle Tropfen

    Aber nicht nur die Staatsehrenpreise wurden in der Würzburger Residenz verliehen, auch 302 Gold- und 209 Silbermedaillen wurden überreicht. Dazu waren die Preisträger aus ganz Bayern angereist. Professor Dr. Richard Balling vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gratulierte den Preisträgern und überreichte ihnen die Urkunden und Medaillen. Unterstützt wurde er dabei von den drei Vorsitzenden der Regionalverbände Andreas Franzl (Dorfen/Südostbayern), Jürgen Spieler (Heimenkirch/Lindau) und Hubert Fröhlich (Gemünden/Franken).

    Pflege der Kulturlandschaft

    Richard Balling würdigte das Streben der Bayerischen Brenner nach höchster Qualität und hob hervor, dass sie mit der Pflege der Streuobstwiesen auch einen großen Beitrag zum Erhalt von Kulturlandschaft und Artenvielfalt leisten.

    „In den vergangenen drei Jahren ist viel passiert. Die Bayerische Obstbrandprämierung wurde neu gestaltet und aufgewertet. Ich finde es sehr schön, dass sich jetzt jeder auf diese Veranstaltung freut“, berichtete Balling. Es gab ein Relaunch der Prüferpanels, mit Mathias Krönert (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim) wurde ein Prüfbevollmächtigter ernannt und die Medaillen wurden neu gestaltet.

    Auch die Website www.bayern-brand.de wird in den kommenden Wochen überarbeitet werden, um lokale Gastronomen noch gezielter ansprechen zu können.

    Ausgezeichnet aus dem Landkreis Main-Spessart wurden: Helene Fasel, Höschter Brennerei, Hofstetten (eine Goldmedaille); Hubert Fröhlich, Aschenroth (zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille); Franz Köhler, Biolandhof Köhler, Seifriedsburg (eine Goldmedaille); Berthold Loschert, Obstbrennerei Loschert Steinfeld (eine Goldmedaille und eine Silbermedaille) und Andreas Staab, Obstbrennerei Partenstein (zwei Goldmedaillen und drei Silbermedaillen).

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