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    Hafenlohr

    Goldene Ehrennadel der Gemeinde für Georg Eyrich

    Zum Neujahrsempfang der Gemeinde hatte Bürgermeister Thosten Schwab in den Hafenlohrer Ankersaal eingeladen. Neben einem festlichen Essen standen auch Ehrungen an.
    Mit der goldenen Ehrennadel der Gemeinde Hafenlohr und einer Urkunde ehrte Bürgermeister Thorsten Schwab beim Neujahrsempfang Georg Eyrich. Foto: Wolfgang Dehm

    Georg Eyrich ist der Träger der gemeindlichen Ehrennadel des Jahres 2020, die es in Silber und in Gold gibt; Eyrich bekam sie aufgrund seines herausragenden jahrzehntelangen Einsatzes für die Gemeinde auf Beschluss des Gemeinderates in Gold. Bürgermeister Thorsten Schwab überreichte Eyrich, der in wenigen Tagen 90 Jahre alt wird, die Nadel samt Urkunde beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Montagabend im Ankersaal.

    Laut Schwab engagierte sich Eyrich in der Feuerwehr, dem Gesangverein, dem Sportverein, dem Vereinsring, der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat sowie dem Gemeinderat Windheim. Eyrich sei 18 Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Windheim gewesen und anschließend weitere 18 Jahre Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Während dieser Zeit seien das Gerätehaus gebaut sowie verschiedene Fahrzeuge und Gerätschaften für die Wehr angeschafft worden. Seit 1983 sei Eyrich deren Ehrenkommandant. Zudem war Eyrich von 1966 bis 1974 Gemeinderat in der damals noch selbstständigen Gemeinde Windheim.

    Archiv neu eingerichtet und Fundbuch ausgefertigt

    Eine weitere Besonderheit des Abends war die Übergabe eines Fundbuches zur Archivierung wichtiger Unterlagen der Gemeinde Hafenlohr für die Zeit von 1626 bis 1975. Was es damit auf sich hat, erläuterte der ehemalige Leiter des Lohrer Gymnasiums und Hafenlohrer Ehrenbürger, Otmar Bilz. Auf Wunsch von Bürgermeister Schwab habe er zusammen mit dem Hafenlohrer Altbürgermeister und Ehrenbürger Alfred Ritter die Unterlagen des Gemeindearchivs überarbeitet.

    Ehrenbürger Otmar Bilz (links) übergab beim Neujahrsempfang ein Fundbuch zum neu geordneten Gemeindearchiv für die Zeit von 1626 bis 1975 an Bürgermeister Thorsten Schwab. Foto: Wolfgang Dehm

    In einer Dachgeschosswohnung des Rathauses wurde das Archiv nach dem geltenden Einheitsaktenplan für die bayerischen Gemeinden und Landratsämter neu eingerichtet. Hieraus seien 87,5 Meter an verpackten Akten, verteilt auf  zirka 250 Kartons, entstanden. Ritter und er hätten die Arbeiten ehrenamtlich in rund 600 Stunden ausgeführt, so Bilz; das Fundbuch ausgefertigt habe die Verwaltungsangestellte Sabine Pfeuffer. Bürgermeister Schwab dankte für die erbrachte "Wahnsinnsleistung" und dachte laut darüber nach, dass man eventuell einige besondere im Archiv zu findende Ereignisse nach und nach veröffentlichen könnte.

    Das größte und das teuerste Projekt

    In seinem Rückblick auf  2019 bezeichnete der Bürgermeister den kürzlich fertiggestellten 15 Hektar großen Photovoltaik-Park, der Strom für rund 4000 Haushalte erzeuge, als das flächenmäßig größte Projekt des vergangenen Jahres. Die finanziell gesehen größte Baumaßnahme sei jedoch die im März 2019 begonnene Sanierung der Turnhalle mit Allwetterplatz, deren Fertigstellung für März 2020 geplant sei.

    Für die Gemeinde "ganz gut ausgegangen" sei das Gerichtsverfahren bezüglich des Fußbodens im Eingangsbereich des Rathauses, so Schwab. An der Gemeinde sei lediglich ein Fünftel der Kosten hängengeblieben.

    Im Kindergarten habe man im vergangenen Jahr personelle Herausforderungen bewältigt, sagte der Bürgermeister. Er freute sich, dass ein Kindergartenplatz trotz einer erfolgten Gebührenerhöhung aufgrund Fördergeldern des Freistaates Bayern "so günstig wie noch nie" sei. Erfreulich sei auch, dass es für die Nachmittagsbetreuung immer mehr Anmeldungen gebe.

    Neuer Bauhof soll im Frühjahr fertig werden

    Die Grundschule wurde im vergangenen Jahr laut Schwab mit neuer Medientechnik für den Unterricht ausgestattet, die Klassenzimmer seien auf LED-Beleuchtung umgerüstet worden. Das neue Bauhof-Gebäude solle im Frühjahr fertiggestellt werden, so der Bürgermeister.

    Bürgermeister Thorsten Schwab blickte beim Neujahrsempfang der Gemeinde Hafenlohr am Montagabend im Ankersaal auch auf das vergangene Jahr zurück. Foto: Wolfgang Dehm

    Bei der Feuerwehr war seinen Worten zufolge der größte Brocken die Ausschreibung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) 10, bereits installiert seien die neuen Rolltore im Gerätehaus Hafenlohr. Als "runde, tolle, gelungene Geschichte" bezeichnete Schwab das Feuerwehrfest beider Ortswehren. Mit Blick aufs Technische Hilfswerk erinnerte er an dessen Wintereinsatz in Südbayern.

    Nach einem zweiten trockenen Jahr in Folge habe man im Gemeindewald erneut Probleme mit dem Borkenkäfer, sagte Schwab. Vor allem die Fichte habe gelitten.

    Planfeststellungsbeschluss für neue Umgehungsstraße

    Ein Großprojekt, dessen Umsetzung heuer beginnen solle, sei die Umgehungsstraße mit Hochwasserschutz. Laut Schwab ist in den nächsten Wochen mit dem Planfeststellungsbeschluss zu rechnen.

    Als ältester Gemeinderat dankte Gerd Dobesch dem Bürgermeister für dessen Engagement und hoffte auf einen fairen Wahlkampf. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat sei insgesamt gesehen "sehr angenehm" gewesen, lautete sein Urteil.

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