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    Lohr

    Gospel-Music bringt viel Spaß fürs Publikum

    Die Sängerinnen und Sänger von "The Best of Black Gospel" gaben alles bei ihrem Konzert in der Stadthalle am Sonntagabend. Foto: Gabi Nätscher

    Die zehn Sänger und Sängerinnen von "The Best of Black Gospel" haben am Sonntag ihr 550-köpfiges Publikum in der Stadthalle in Lohr aus den Sesseln gerissen. Bei Songs wie "Oh when the Saints", "Amazing grace" oder "He's got the whole World" machten alle eifrig mit, standen, klatschten und bewegten sich im Rhythmus. Klar, dass es zum Schluss Standing Ovations gab und auch eine Zugabe verlangt wurde.

    Dabei hatte es am Anfang schon ein paar Songs gebraucht, um das Eis zu brechen. Chorleiter, Moderator und Schlagzeuger Gregory M. Kelly tat von Anfang an sein Bestes, um alle aufzufordern - und das ganz nach etwas übertriebener amerikanischer Manier.

    "Gospel-Music ist viel Spaß!", rief er schon am Anfang in die Menge. "Clap your Hands!" oder "Praise the Lord!" folgte enthusiastisch. Vielleicht etwas zuviel für die zurückhaltenden Franken? Trotzdem machte fast das ganze Publikum brav mit und vor allem in der zweiten Hälfte des Programms mit sichtbarer Freude.

    Viel Soul in der Stimme

    Musikalisch bot die Gruppe genau das, was man von Gospel erwartete: gefühlvoll gesungene Soli, ein starker Chor im Background, ein wunderbar gespieltes Piano, ein guter Bassist und natürlich alle mit dem typischen Soul in der Stimme. Die Sänger gaben jedem der Lieder eine eigene Note, bis man den eigentlichen Song manchmal fast nicht mehr erkennen konnte.

    Nach der Pause ging es mit neuer, bunt-afrikanischer Kleidung (vorher trugen die Akteure lange dunkelblaue Gewänder à la "Sister Act") munter weiter. Zunächst mit einem afrikanischen Song, dann wieder mit typischen Gospels. "Kumbayah My Lord" mit dem Publikum folgte und ein Negro-Spirituals-Medley, das bestens ankam und genau das bediente, was man von einem solchen Abend erwartet hatte.

    Kurz vor Weihnachten gab es auch eine "Time for Christmas" mit "Silent Night" und witzig performten "Jingle Bells" und "We Wish You a merry Christmas".

    Überhaupt kam vor allem in der zweiten Hälfte auch der Humor nicht zu kurz, was das Ganze aufpeppte. Nach genau zwei Stunden und dem letzten Song "I'll Fly away" endete das Programm und das Publikum zeigte sich begeistert. Als Zugabe – da hatte wohl jeder den ganzen Abend darauf gewartet – gab es ein mehrstimmiges "Oh Happy Day" und anschließend gleich draußen im Foyer Möglichkeit, die vier Sängerinnen und sechs Sänger persönlich kennen zu lernen.

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