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    Gräfendorf

    Gräfendorf: Gemeinderat beschließt Haushaltsplan 2019

    Der Gemeinderat Gräfendorf hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig den fortgeschriebenen Investitionsplan und den Haushaltsplan 2019 beschlossen. Der Entwurf des Investitionsplans war bereits in der Sitzung 22. Mai vorgestellt und beraten worden. Alexander Rohner, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, stellte noch einmal die Schwerpunkte der laufenden und geplanten Investitionen heraus und erläuterte den Haushaltsplan.

    Demnach sind im Verwaltungshaushalt 3 569 780 Euro (Vorjahr 2 506 500 Euro) und im Vermögenshaushalt 3 007 730 Euro (2 098 870 Euro) veranschlagt. Somit steigt das Gesamtvolumen auf 6 577 510 Euro (4 605 370 Euro), was eine Zunahme von 42 Prozent bedeutet.

    Schwerpunkte im Vermögenshaushalt sind Tiefbaumaßnahmen im Bereich Abwasser mit 1 417 000 Euro, des Straßenbaus mit 424 000 Euro, der Wasserversorgung mit 405 000 Euro und der Dorferneuerung mit 100 000 Euro. Für den Bauhof und die Gemeindehäuser sind je 100 000 Euro vorgesehen.

    Zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes sind neben der Zuführung vom Verwaltungshaushalt, die 1 096 420 Euro beträgt, unter anderem Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von 658 600 Euro und Grundstücksverkäufe im Wert von 33 940 Euro vorgesehen. Zum vollständigen Ausgleich ist laut Plan eine Kreditaufnahme von 1 215 770 Euro erforderlich.

    Somit würde die Pro-Kopf-Verschuldung, die im Jahr 2008 mit 2093 Euro ihren Höchststand und im vergangenen Jahr mit 341 Euro ihren niedrigsten Stand hatte, zumindest vorübergehend auf 1146 Euro steigen. Somit sei man wieder über dem Landesdurchschnitt, der nach den bisher letzten Berechnungen aus dem Jahr 2017 bei 606 Euro liegt.

    Rohner fügte in seinen Ausführungen umgehend an, dass er nicht damit rechne, dass die gesamte Kreditsumme letztendlich in Anspruch genommen werden müsse. Auch die im vergangenen Jahr ausgewiesene Option der Kreditaufnahme von 740 000 Euro sei nicht benötigt worden. Ebenso optimistisch zeigte sich Bürgermeister Alfred Frank, der davon ausgeht, dass die Steigerung der Pro-Kopf-Verschuldung nicht so hoch wie maximal prognostiziert ausfällt. Sowohl Bürgermeister Frank als auch sein Stellvertreter Johannes Wagenpfahl wiesen auf die gesetzlichen Vorgaben hin, nach denen die Investitionen im Wasser- und Abwasserbereich, die mit 1,8 Millionen Euro rund zwei Drittel der Investitionen ausmachen, unumgänglich waren.

    Zuvor hatte Rohner in einem Rückblick einige positive Entwicklungen im vergangenen Haushaltsjahr kurz umrissen. Entgegen der Haushaltsansätze ergaben sich zum Beispiel Mehreinnahmen beim Holzverkauf in Höhe von 55 000 Euro, bei der Gewerbesteuer in Höhe von 32 000 Euro und beim Anteil der Einkommenssteuer in Höhe von 7000 Euro.  

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