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    GRÄFENDORF

    Gräfendorf erweitert den Bauhof

    Ein Beispiel für die pragmatische, fruchtbare Zusammenarbeit im Gemeinderat Gräfendorf ist in der vorletzten Ratssitzung des Jahres zu erleben gewesen. Bürgermeister Alfred Frank plädierte für die Erweiterung des gemeindlichen Bauhofs hinter dem Rathaus und machte auf einer Skizze einen Vorschlag zur Umsetzung. Die wandelte das Gremium in einer kurzen Diskussion ab, und daraus soll nun ein Plan entstehen.

    Beheizbare Halle

    Die Ausgangslage war, dass Alfred Frank die Notwendigkeit verdeutlichte, die vorhandene Halle des Bauhofs (mit der Hackschnitzelheizung) zu beheizen und dort die Maschinen und den Fuhrpark der Gemeinde einzustellen. Für das Material, das dort Platz machen muss, solle nebenan eine neue Halle gebaut werden. Dort müsse bis zur Straße allerdings so viel Platz bleiben, dass das Vorhaben nicht gefährdet wird, dort einmal eine Parkplatzzeile mit Ein- und Ausfahrt anzulegen.

    An dieser Stelle hakten Jürgen Brönner, Andreas Nachreiner und Sebastian Gebert ein: Beides, Halle und Parkplatzreihe, sollte zugleich angegangen werden. Dabei wäre es von Vorteil, das Bauhofgelände auf einer Ebene zu belassen, also die neue Halle in den Hang bis an die obere der beiden Bruchsteinmauern zu setzen und die untere abzubrechen. Die Vorteile einer solchen Lösung überzeugten alle. Zustimmung erhielt der Bürgermeister ebenso, Boxen (Schütten) für Split, Schotter, Sand und ähnliches eingezäunt in einer Reihe am Wendehammer oberhalb des Bauhofs aufzustellen.

    Schallschutz im Kindergarten

    In nichtöffentlicher Sitzung beauftragte der Gemeinderat den Einbau von Schallschutzplatten im kleinen Gruppenraum des Kindergartens. Die Schalldämmung hat sich bereits im großen Gruppenraum bewährt.

    Zum Tankstellen-Bau an der Staatsstraße nahe der evangelischen Kirche berichtete Bürgermeister Frank, die Genehmigung zur Abflachung der Kurve sei erteilt. Winfried Vorndran bat, den Bauherrn zur kindersicheren Absperrung der Baustelle während der Weihnachtspause anzuhalten.

    Verordnung neu gefasst

    Der Mustersatzung des Bayerischen Innenministeriums angepasst und für weitere 20 Jahre neu gefasst haben die Verwaltungsgemeinschaft Gemünden und der Gemeinderat die „Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter“. Abgeändert worden ist dabei lediglich der Paragraf 5,a, demzufolge Gehwege bzw. Fahrbahnen „nach Bedarf, regelmäßig, aber mindestens einmal im Monat, an jedem ersten Samstag“ zu kehren (...) sind.

    Die gemeindliche Altort-Förderung sagte der Gemeinderat einem Bauwerber in Wolfsmünster zu. Gemäß den Richtlinien wird er zehn Prozent der Sanierungskosten, jedoch höchstens 5000 Euro für sein Gebäude erhalten, das älter als 50 Jahre ist, länger als ein Jahr unbewohnt war und nach der Sanierung von einem Familienmitglied bezogen werden wird.

    Bauanträge ohne Namen

    Etwas kurios findet auch der Gemeinderat selbst, wie zurzeit mit Bauanträgen umgegangen wird: Die Behandlung dieser Anträge muss nach der Bayerischen Gemeindeordnung öffentlich erfolgen, wegen der neuen Datenschutzgrundverordnung jedoch wird in der VG Gemünden vorsichtshalber auf die öffentliche Namensnennung der privaten Bauwerber verzichtet. Auch die Main-Post nennt die Namen aus dem Grund derzeit nicht. Allen Ortskundigen allerdings sind sie bei Vorlage der Pläne natürlich bekannt.

    Allen vier vorgelegten Bauvorhaben stimmte der Gemeinderat ohne Einwände zu: ein Wohnhausneubau mit Teilabbruch einer Doppelgarage in Wolfsmünster, eine Wohnhauserweiterung mit Carportbau in Weickersgrüben, ein Anbau eines Carports in Wolfsmünster, ein Umbau zweier Lagerhallen zu einer großen Halle (15 mal zehn Meter) in Wolfsmünster.

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