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    Frammersbach

    Grüne wollen Ortsgruppe in Frammersbach gründen

    Sie wollen grüne Themen in Frammersbach greifbar machen: Elke Herrmann-Rüppel und Wolfgang Rüppel. Foto: Doris Pfaff

    Noch vor den Sommerferien soll in Frammersbach eine Ortsgruppe der Grünen gegründet werden. Darüber waren sich am Freitagabend nach lebhafter Diskussion alle zwölf Teilnehmer eines Treffens einig, das unter dem Motto »Global denken, lokal handeln - grüne Themen in Frammersbach« stand. Sie kamen zu einem Gedankenaustausch ins Wirtshaus 1890.

    Ob die Grünen bei den Kommunalwahlen 2020 in der Marktgemeinde eine Liste aufstellen werden, blieb offen. Vielmehr gelte es zunächst, auf den Ort bezogene Themen zu sammeln und zu bearbeiten, betonte Elke Herrmann-Rüppel. Sie ist Beisitzern im Kreisvorstand der Grünen und hatte das Treffen zusammen mit Grünen-Mitglied Wolfgang Rüppel initiiert. Dahinter steckte zuerst nur die Absicht, Gleichgesinnte anzusprechen und gemeinsam auszuloten, was in Frammersbach möglich sei, betonten die beiden.

    Umweltbewusstsein schärfen

    Teilnehmer Martin Inderwies sagte, dass es ihn umtreibe, dass in Frammersbach "Grün praktisch nicht vorkomme". Er vermisst beispielsweise, dass die Kommune Dachbegrünungen und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden veranlasst oder ein Blockheizkraftwerk baut. Gabi Neuf-Rüth weis darauf hin, dass Plätze komplett versiegelt seien. Das "Waldplündern der Staatsforsten" beklagte Karlheinz Geiger. Er sagte zudem, dass die hiesigen Gemeinderäte für den Ort zwar viel machen würden, aber letztlich keine grünen Interessen hätten.

    Das Umweltbewusstsein müsse man schärfen und selbst in die Verantwortung gehen, betonte Lydia Gröbner. Björn Habegger ist laut eigener Aussage jüngst bei den Grünen eingetreten, vor allem weil ihm der wachsende National-Populismus auf den Senkel ginge. Zwar habe er sich noch nicht so viel mit lokalen Themen befasst, räumte er ein, doch wolle er Flagge zeigen und sei bereit, sich in Frammersbach zu engagieren, wo er seit fünf Jahren wohne.

    "Nationalpark nicht abhaken"

    "Nicht abgehakt" wollte Joachim Rüppel einen Nationalpark für den Spessart sehen. Was für ihn aber das größte Anliegen war: Man müsse den "faschistischen Bewegungen hierzulande und in Europa etwas entgegensetzen". Sie "infizierten und korrumpierten die ganze Gesellschaft", so Rüppel.

    Grüne Themen, wie Natur-, Umwelt- und Artenschutz, Energie und Klima sowie die solidarische Gesellschaft, berühren laut Rüppel viele Menschen. "Doch sich nur davon berühren lassen, dafür ist die Zeit rum. Man muss sich engagieren", betonte er. Im nächsten Schritt wollen die Verantwortlichen die Formalitäten für die Gründung eines Ortsverbands klären und Interessierte dann wieder neu einladen.

    Info und Kontakt: elke.herrmann-rueppel@gmx.net

    Bearbeitet von Doris Pfaff

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