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    Altbessingen

    Grüner und sozialer Mittelpunkt der Gemeinde

    Die fleißigen Helfer der Bürgergemeinschaft legen letzte Hand an, um alles für den Tag der offenen Gartentür im Pfarrgarten von Altbessingen vorzubereiten. Foto: Günter Roth

    Eigentlich ist ja im historischen Pfarrgarten von Altbessingen das ganze Jahr über "Tag der offenen Gartentür", denn die über 500 Jahre alte Anlage ist Herzstück und Begegnungsstätte für die Dorfgemeinschaft und ein schöner Ort zum Verweilen, den regelmäßig die Wallfahrer aus Würzburg auf ihrem Weg zum Kreuzberg aufsuchen. Am kommenden Sonntag aber sind ganz ausdrücklich Einheimische und Gäste eingeladen, dieses grüne Schmuckstück zu erkunden.

    Es sind nicht die überbordenden Blumenrabatten, das Feuerwerk an raffinierten Blütenkompositionen, die dem Pfarrgarten von Altbessingen seinen besonderen Charme verleihen, vielmehr ist es das Ensemble eines Nutzgartens aus Obstwiese, Grünflächen und auflockernden Blumenbeeten.

    Bettina Schmitt ist als Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Altbessingen die Herrin des Pfarrgartens. Foto: Günter Roth

    Wo seit 1592 die Pfarrherren der einstigen Urpfarrei "Beinsgesang" Ruhe fanden, ihr Brevier lasen oder Predigten vorbereiteten, ist nun Bettina Schmitt von der Bürgergemeinschaft Altbessingen die Herrin. "Wir kümmern uns um den Garten und pflegen den Rasen, die Bäume und die Blumenanlagen. Außerdem ist hier in der Dorfmitte, im Ortskern unsere Begegnungsstätte", sagt sie. Hier feiern die Altbessinger Vereine ihr jährliches "Grumbernfest", hier treffen sich Stammtische sowie die Krabbelgruppe. Für die Bürgergemeinschaft ist der Garten ein Ausdruck für ihr aktives Dorfleben. Künftig soll auch das Pfarrhaus als Dorfzentrum baulich mit einbezogen werden.

    Während der Öffnungszeiten sorgt die Bürgergemeinschaft Altbessingen für das leibliche Wohl der Gäste mit Kaffee, Kuchen und erfrischenden Getränken. Kinder können auf dem Rasen spielen und die Erwachsenen finden Schutz vor der sommerlichen Hitze an schattigen Plätzen unter den alten Obstbäumen.

    Tag der offenen Gartentüre in Main-Spessart
    Ingesamt acht mögliche Anlaufstationen haben Gartenliebhaber am Sonntag von 10 bis 17 Uhr beim "Tag der offenen Gartentüre" im Landkreis Main-Spessart. Es sind diese:
    NaturSchauGarten in Himmelstadt, Mainstraße (NäheMainbrücke): 800 Quadratmeter großer Lehr- und Schaugarten mit Kräuter- und Nutzgarten, Blumenwiese, Rasen, Trockenmauer, Obstbäume, Wasserstelle, heimische Stauden und Gehölze.
    Historischer Pfarrgarten in Altbessingen, Am Kirchenring (Beschreibung siehe oben).
    Ländlicher Garten von Helen und Hans Stengl, Michelrieth, Mühlenstraße 17 (Neubaugebiet am Ortsende): barrierefreier Zugang, Schwimmteich, Säulenobst, Gewächshaus, Hochbeete, Bambus, Formschnitt.
    Vor- und Hanggarten von Marianne und Fritz Goldstein, Erlenstraße 4, Marktheidenfeld (Wohngebiet Birken Richtung Lengfurt): Artenreiche Bepflanzung und Skulpturen aus Keramik und Metall.
    Mediterran gestalteter Garten von Ramone und Günter Luckhardt, Flurstraße 5 in Karsbach (ab Ortsmitte beschildert): Teich und Bachlauf, Zypressen, Steingartenelemente, Pavillon, Outdoorküche, Säulenbrunnen, Holzbackofen. 
    Hausgarten von Hiltrud und Klaus Hammer, Häckerstraße 3 in Lengfurt: Etwa 1000 Quadratmeter Garten mit Stauden und Blumenbeeten sowie selbst gefertigten Skulpturen.
    Ländlicher Zier- und Nutzgarten von Trude Helfrich in Lohr-Steinbach, Steinbacher Straße 21: Streuobstwiese, Steingarten, Kräuterschnecke, Brunnen, Trockenmauern, Hochbeet und Hühnerhaus.
    Ehemaliges Wasserwerk in Rohrbach, Kapellenweg: Vereinsgelände des Obst- und Gartenbauvereins Rohrbach, Ländliche Bepflanzung mit Blumenwiese, Obstbäumen und Insektenwand. Neues Pumpenhaus mit restaurierten Motoren von 1927. Bewirtung durch den OGV.

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