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    Grünes Licht für Schutzhütte

    So soll die geplante Schutzhütte des Waldkindergartens am Romberg aussehen. LOhr/planungsbüro Gammel Foto: Entwurf: Waldkindergarten

    Ohne Diskussion befürwortete der Stadtratshauptausschuss in seiner Sitzung am Montag einstimmig (10:0) das Vorhaben des Waldkindergartenvereins, auf seinem Stützpunkt auf einem städtischen Grundstück am Romberg eine Schutzhütte zu errichten.

    Bislang stehen dort zwei Bauwägen, die zum Aufbewahren von Material sowie zum Unterstellen bei starkem Regen oder zum Aufwärmen bei sehr niedrigen Temperaturen dienen. Nun sollen die beiden Wägen durch eine eingeschossige, sieben mal elf Meter große Schutzhütte mit Regenvordach (sechs mal 3,25 Meter) ersetzt werden.

    Wasser- und Stromanschluss ist nicht vorgesehen, vielmehr sollen sowohl die bestehende Komposttoilette als auch die vorhandene Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung weiterverwendet werden. Die Kosten für die Schutzhütte sind mit 75 000 Euro veranschlagt.

    Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium, dem Waldkindergartenverein für den Schutzhüttenbau einen Zuschuss in Höhe der noch vorhandenen Finanzierungslücke zu gewähren, maximal jedoch 25000 Euro. Mit 7:3 Stimmen fiel der ergänzende Beschluss, dass ein Teil dieses Betrags nicht in Geld ausbezahlt, sondern in Form von Bauholz aus dem Stadtwald eingebracht werden soll; dabei geht es um 43 Kubikmeter Holz im Wert von rund 3500 Euro.

    Während einige Räte dem Waldkindergartenverein das Holz gerne zusätzlich geschenkt hätten, warnte Bürgermeister Mario Paul vor der Schaffung eines Bezugsfalles; nach der bisherigen Praxis ist es so, dass die Stadt beim Neubau beziehungsweise der Generalsanierung freigemeinnütziger Kindertagesstätten ein Drittel der Gesamtkosten übernimmt.

    Mit dem Schutzhüttenbau einhergehen soll eine Ausweitung der Öffnungszeiten des Waldkindergartens sowie eine Erhöhung der Kindergartenplätze von 25 auf 30. Wer das Vorhaben des Waldkindergartenvereins unterstützen möchte, kann unter dem Stichwort „Schutzhütte“ Geld auf das Konto DE66 7905 0000 0048 4658 76 bei der Sparkasse Mainfranken überweisen.

    Einstimmig zur Kenntnis nahm das Gremium den Bericht des stellvertretenden Stadtkämmerers Stephan Morgenroth zur Entwicklung der budgetierten Bereiche im Jahr 2017. Insgesamt hätten die Bereiche Feuerwehr, Schulen, Schulmuseum, Kulturbereich, Spessartsommer mit Festwoche, Spessartwinter, Kindergärten und Forstbetrieb nach den Budgetvorgaben zusammen ein Defizit von 3,6 Millionen Euro erbringen dürfen; tatsächlich waren es knapp 280000 Euro weniger.

    Laut Rainer Nätscher (FW) haben die Anwohner der Straße Zur Rodwiese in Wombach eine schlechte Internetverbindung. Im März hätten sich Betroffene deshalb mit einer Anfrage ans Rathaus gewandt, aber bis heute keine Antwort bekommen. Dem widersprach Hans-Joachim Hüftlein, bei der Stadt zuständig für Wirtschaftsförderung und Recht; die Anfrage sei mehrfach beantwortet worden.

    Feuerwehrzufahrt zugeparkt

    Franklin Zeitz (Bürgerverein) wies darauf hin, dass die Feuerwehrzufahrt an der Stadthalle auch bei Veranstaltungen von Stadthallenmitarbeitern zugeparkt werde und forderte, dies aus Sicherheitsgründen zu unterlassen. Zweite Bürgermeisterin Christine Kohnle-Weis (SPD), die zu diesem Zeitpunkt kurz die Sitzung leitete, weil Bürgermeister Paul noch nicht anwesend war, sagte zu, die Sache an Stadthallenleiter Thomas Funck weiterzugeben, der dann Stellung nehmen solle.

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