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    Hafenlohr

    Hafenlohr: Füracker widerspricht Flächenfraß-Kritik

    Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker verriet beim Starkbierfest der Landkreis-CSU in Hafenlohr, was er von Thorsten Schwab hält. Auch das Klima wurde thematisiert.
    Hatte sein Publikum beim Starkbierfest der Landkreis-CSU in Hafenlohr im Griff: Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker.
    Hatte sein Publikum beim Starkbierfest der Landkreis-CSU in Hafenlohr im Griff: Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Foto: Wolfgang Dehm

    Wenn er ein Hafenlohrer wäre, würde er am 15. März auf jeden Fall Bürgermeister Thorsten Schwab wählen, versicherte Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker beim Starkbierfest des CSU-Kreisverbandes Main-Spessart am Donnerstagabend. Vor rund 100 Leuten im Ankersaal begründete er dies in seiner launigen Rede damit, dass es unglaublich sei, "was der Kerl immer herausleiert".

    So habe Schwab, der nicht nur Bürgermeister seiner Heimatgemeinde ist, sondern auch Landtagsabgeordneter der CSU, beispielsweise für die Hochwasserfreilegung Hafenlohrs eine Förderung nahe der 100-Prozent-Grenze erreicht. Schwab, der den Abend moderierte, sei einer, der die Menschen möge und sich für sie einsetze, sagte Füracker unter dem Applaus des Publikums. Ja, es stimme schon, dass er in vielen Fällen "die größte Spaßbremse" sei, sagte Füracker. Dies hänge damit zusammen, dass er auf das Geld der Bürger aufpassen müsse. Bei berechtigten Wünschen – wie in Hafenlohr – gebe es aber auch Ausnahmen.

    So gehe es beispielsweise bei der Dorferneuerung darum, mit hoher Förderung die Lebensqualität der Bürger zu erhöhen. Allerdings müsse auch jemand vor Ort die Planungen umsetzen. "Das wird bei euch getan, darauf könnt ihr stolz sein", sagte er den Hafenlohrern.

    Füracker stellt sich hinter Landwirte

    Das Land Bayern habe die Zuschüsse an Kommunen erhöht, fördere gezielt Projekte und mache sich für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum stark, so Füracker. Heftig widersprach der Minister der häufig geäußerten Flächenfraß-Kritik. Er verwies darauf, dass in den letzten Jahren zwei Millionen Menschen nach Bayern zugezogen seien, auch aus anderen Bundesländern; diese Menschen müssten wohnen und arbeiten.

    Zudem betrage die versiegelte Fläche in Bayern gerade einmal sechs Prozent der Landesfläche. Seiner Einschätzung nach hat der Freistaat die Symbiose zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Natur "gut hinbekommen".

    Füracker stellte sich hinter die in den letzten Monaten vielfach angegriffenen Landwirte und gegen zu viele Vorschriften. Er habe es satt, dass manche so täten, als seien die Bauern die alleinigen Verursacher des Klimawandels – verantwortlich dafür sei unser aller Lebensstil.

    Bei all den Problemen dürfe man nicht vergessen, dass eine Wirtschaftsgrundlage erforderlich sei. Es könne nicht darum gehen, kein Auto mehr zu fahren oder nicht mehr zu fliegen, sondern darum, moderne und klimafreundliche Technologien zu entwickeln.

    Sitter hofft auf 21 plus X

    Er sei sich sicher, dass die CSU am Wahlsonntag viele Mandate bekommen werde, meinte der Minister. Seinen Worten nach müsse, wer Bürgermeister oder Landrat werden wolle, vor allem die Menschen mögen. Bei Sabine Sitter und Thorsten Schwab sei dies der Fall.

    Sitter, die seit sechs Jahren stellvertretende Landrätin in Main-Spessart ist und nun, wie vier weitere Mitbewerber, den Chefsessel im Landratsamt erobern möchte, zeigte sich zuversichtlich, dass sie die Wahl gewinnen und somit die CSU den Landratsposten besetzen werde. Für den Kreistag, wo die CSU aktuell 21 der 60 Sitze hat, hoffe sie auf 21 plus X.

    Abschließend stellten sich noch die anwesenden CSU-Kreistagskandidaten dem Publikum vor. Für die musikalische Unterhaltung zwischendurch sorgte das Knolli-Trio.

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    Bearbeitet von Wolfgang Dehm

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