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    Karbach

    Halbzeit ohne Pause: Straßenbau bei Karbach geht zügig voran

    Baustelle aus der Vogelperspektive: Offiziell bis August sollen die Arbeiten an den Baumaßnahmen westlich von Karbach laufen. Momentan zeigt sich: Aufgrund der guten Witterung ist man schneller als geplant.   Foto: Luftaufnahmen Kremen

    Es geht voran auf der Baustelle vor den Toren Karbachs:Eigentlich sollten bis Ende 2018 nur die Erdbauarbeiten rund um die neue Straßenführung fertig sein. Aufgrund der guten Witterung konnte bis zum Jahreswechsel aber auch schon der Frostschutz eingebaut werden. Und auch 2019 geht es zügig voran.

    Unterwegs auf der Baustelle mit Peter Uhl vom Staatlichen Bauamt Würzburg (links) und Bertram Werrlein, Bürgermeister von Karbach. Foto: Lucia Lenzen

    Wer auf der neuen, noch unfertigen Fahrbahn steht, befindet sich ein Stück weit tiefer als auf der alten Staatsstraße. Rund 950 Meter Staatsstraße werden insgesamt neu angelegt. Momentan werden die Drainagen verlegt, durch die das Wasser von der Fahrbahn abgefangen und weitergeleitet wird. Warum man sich für eine neue, abgerückte Fahrbahn entschieden hat, anstelle die alte zu ertüchtigen? "Die alte Fahrbahn hat weder Bankett noch eine Mulde", beschreibt Peter Uhl vom Staatlichen Bauamt Würzburg und zuständig für die Baustelle. Vor allem die fehlende Mulde machte zum Beispiel Schneeräumarbeiten schwierig.

    Dazu kommt, dass sich die alte Staatsstraße insgesamt in keinem guten Zustand mehr befindet. Was laut Karbachs Bürgermeister Bertram Werrlein auch am zunehmenden Schwerlastverkehr liegt, der über die Straße donnert.  Werrlein vermutet, dass viele Fernfahrer die Strecke nutzen, um vom Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck zur A3 zu queren. 

    Kreisverkehr von der Gemeinde Karbach gewünscht 

    Die Gemeinde Karbach ist an der Baustelle beteiligt: Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die Ortsverbindungsstraße „Hoher Rain“ erneuert. Mit bis zu 100 Fahrzeugen in der Stunde herrscht dort ein überraschend hohes Verkehrsaufkommen. Im Zuge des Straßenneubaus wird die Ortsstraße auf rund 700 Metern verbreitert, die Steigung wird verringert und sie mündet direkt in den neuen Kreisel. Die Gemeinde hat sich aus Sicherheitsgründen für einen Kreisverkehr eingesetzt, so Werrlein. Wäre es kein Kreisel geworden, hätte es Abbiegespuren gegeben. Die hätten wiederum einen breiteren Ausbau erfordert. 

    Wer die Grünfläche in der Mitte des Kreisels in Zukunft bewirtschaftet ist noch nicht klar.  Foto: Lucia Lenzen

    Nun wird die neue Straße sieben Meter breit – einen Meter breiter als die alte Straße. Der Kreisel hat einen Durchmesser von 42 Metern und gilt somit als großer Kreisel. Wer die Grünfläche in der Kreiselmitte bewirtschaften wird, ist noch nicht klar. Derzeit überlegt die Gemeinde, ob sie sich dafür entscheidet oder nicht. Der Aufwand wäre nicht unerheblich, vor allem das Thema Bewässerung müsste organisiert werden. 

    Mitte Mai könnte bereits asphaltiert werden 

    Die neue Straße soll, läuft weiterhin alles nach Plan, Mitte Mai asphaltiert werden. Dabei wird der Verkehr zirka zwei Wochen lang über eine Baustellen-Ampel geregelt. Bis Ende Juli soll die Baumaßnahme komplett beendet sein. Ende Juni soll die Ortsumgehungsstraße bereits wieder befahrbar sein. Ist die neue Strecke freigegeben, wird die MSP 45, die Karbacher Straße Richtung Marktheidenfeld gesperrt. Der Landkreis erneuert hier die Fahrbahndecke. 

    An der Abbruchkante: Wann das Teilstück der Staatsstraße herunter an den Main gemacht wird, ist noch offen. Derzeit befindet sich die Maßnahme im Planfeststellungsverfahren. Foto: Lucia Lenzen

    Noch im Planfestellungsverfahren befindet sich das Teilstück der Staatsstraße, das runter an den Main Richtung Zimmern führt. Wer am neuen Kreisel in diese Richtung abbiegt, kommt kurz danach an das Ende der Baustelle und an die Abbruchkante, die wieder auf die alte Straße führt. Wann das Verfahren durch ist und die Arbeiten beginnen können ist noch nicht bekannt, erläutert Peter Uhl. 

    Baustelle in Zahlen
    Insgesamt 2,8 Millionen Euro kostet die gesamte Baumaßnahme inklusive der Kosten für Beschilderungen, Markierungen und Entsorgung von abgetragenem Material.  Diese trägt mit etwa zwei Millionen Euro zum Großteil der Freistaat Bayern als Straßenbaulastträger der Staatsstraße 2299. 
    Darin  inbegriffen sind rund 860 000 Euro Kosten für die Ortsumgehung Karbach. Abzüglich der Fördermittel rechnet Bürgermeister Bertram Werrlein hier mit einem  Betrag von rund 400.000 bis 450.000 Euro, der von den Gemeinde übernommen werden muss. 
    Der Landkreis Main Spessart trägt rund 270 000 Euro.
    In der gesamten Bauzeit werden auf der Baustelle rund 16 000 Kubikmeter Erde bewegt. 18 400 Quadratmeter werden asphaltiert und 14 000 Quadratmeter Böschung begrünt.  

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