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    Karbach

    Harmonische Bürgerversammlung in Karbach

    Auch bei der jüngsten Karbacher Bürgerversammlung im Gasthaus Engelhard war der Kindergarten das beherrschende Thema. Am Ende der rund eineinhalbstündigen Ausführungen von Bürgermeister Bertram Werrlein entwickelte sich keine Diskussion, lediglich vereinzelte Fragen tauchten aus dem Kreis der knapp 70 Anwesenden auf.

    "Wir platzen aus allen Nähten", erklärte das Ortsoberhaupt mit Blick auf den Kindergarten gleich zu Beginn seiner Ausführungen für das vergangene Jahr, in dem das Ratsgremium in 22 Sitzungen 384 Tagesordnungspunkte behandelt hatte. Werrlein verwies darauf, dass in der 1459 Einwohner (Stand 31. Dezember 2019) zählenden Marktgemeinde im vergangenen Jahr 15 Kinder geboren wurden und die "Kita unterm Nussbaum" mit 82 Kindern zum Ende des aktuellen Kindergartenjahres an ihre Kapazitätsgrenze stößt. "Derzeit sieht es so aus, dass alle Kinder, die noch nicht angemeldet sind, ab September nicht aufgenommen werden können", machte Werrlein deutlich. Deshalb setze man alles daran, den Zeitplan für den Neubau, der 20 Plätze mehr bietet, einzuhalten.

    Bei der Präsentation der Pläne des neuen Kindergartens in Modulbauweise erläuterte Werrlein den interessierten Zuhörern, dass das maximale Kostenziel bei 3,8 Millionen Euro liege, die Einreichung des Plans beim Landratsamt bis Ende März und der Umzug in das neue Gebäude zum Beginn des Kindergartenjahrs 2021/22 erfolgen soll. Auf die Frage eines Bürgers, ob das Kindergartenpersonal bei der Planung mit einbezogen werde, erwiderte der Bürgermeister, dass dies der Fall sei und er beispielsweise am Montagabend mit der Leiterin und dem Sachplaner zusammengesessen sei. Auf die Frage eines Bürgers, ob denn bei dem neuen Gebäude bei Bedarf eine Erweiterung möglich sei, antwortete Werrlein, dass sowohl eine Aufstockung, wie auch eine Ausdehnung in der Fläche durch möglichen Grundstückskauf machbar seien.

    Anstehende Projekt genannt

    Den Haushaltsplan 2019 umriss das Ortsoberhaupt nur grob, da dieser noch nicht beschlossen ist. Er erklärte, dass man bei einem Gesamthaushalts-Ansatz von rund 5,2 Millionen derzeit 1,2 Millionen darunter liege. Trotz Investitionen habe man den Schuldenstand um knapp 90 Euro auf 1346,03 Euro je Einwohner senken können, während die Rücklagen auf 402 Euro pro Einwohner zurückgegangen seien. Auf die finanzielle Entwicklung der Gemeinde in den letzten sechs Jahren ging Werrlein ebenfalls ein und machte deutlich, dass sich der Schuldenstand von 1995 Euro pro Einwohner im Jahr 2014 kontinuierlich verringert hat.

    In einem kurzen Rückblick erinnerte Werrlein auch an die verschiedenen Projekte der zu Ende gehenden Amtszeit und sprach den acht scheidenden Gemeinderatsmitgliedern, die nicht mehr kandidieren, seinen Dank aus. Die Bürger honorierten das Engagement der Ratsmitglieder mit spontanem Applaus. Bei seinem Blick auf die anstehenden Projekte nannte der Bürgermeister neben dem Kindergartenneubau die Sicherung und Verbesserung der Trinkwasserversorgung, den Straßen- und Wegeunterhalt Richtung Fuchsenmühle und Urspringen, die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans mit Fahrzeug und Schutzausrüstung sowie die Erweiterung des Gewerbegebiets und die Waldflurbereinigung.

    Am Ende wollte eine Bürgerin wissen, wie es mit der Bepflanzung des Kreisels weitergehe. Hierauf erläuterte das Ortsoberhaupt, dass man sich darüber im Ratsgremium mehrmals beraten habe und zu dem Entschluss gekommen sei, dies dem Staatlichen Bauamt zu überlassen. Die abschließende Anregung eines Bürgers, den vorhandenen Spiel- und Bolzplatz zu erneuern und aufzuwerten, versprach Werrlein, mit ins Ratsgremium zu nehmen.

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