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    Lengfurt

    HeidelbergCementAG spendet 25 000 Euro für den Kirchturm

    In luftiger Höhe (von links): Pfarrer Mathias Wolpert, Michael Becker und Oskar Aschauer. Foto: Raymond Roth

    Seit fast vier Monaten ist der Kirchturm der Lengfurter Pfarrkirche nicht nur durch gelegentliche Regenfälle benetzt: das bis zur Turmspitze reichende Gerüst hat ein Schutznetz. Grund sind Sanierungsarbeiten unter der Turmhaube, für deren Kosten nicht nur Aufmerksamkeit gespendet wird, sondern auch viele der nötigen Euros, wie unlängst durch die Firma HeidelbergCement AG.

    Die Arbeiten sind  notwendig, weil der Nagekäfer namens Trotzkopf viele Fraßgänge im Turmsims angelegt hat. Einige Gesimsbalken waren morsch und werden gerade ersetzt. Der ursprüngliche Kostenrahmen von 280 000 Euro musste im Herbst um 80 000 Euro "nach oben korrigiert" werden. Davon hat die Diözese recht zügig die Hälfte bereitgestellt, trotz eines Bau-Moratoriums, also eines Stopps für bestimmte Zuschüsse. Die zweite Hälfte dieser Kosten-Erhöhung ist durch die Kirchengemeinde aufzubringen; dies erschien vor Ort kaum zu schultern.

    Kirchenpfleger Oskar Aschauer wurde daher erneut aktiv und schilderte das Problem Michael Becker, dem Direktor des Werks Lengfurt der HeidelbergCementAG, wo man sich bekanntermaßen schon immer für viele Projekte und Vorhaben sozial engagiert hat. "Ich habe einen Antrag bei Direktor Becker gestellt, und wir haben uns im Werk eine Stunde gut unterhalten. Ich hab ausgeführt, dass der Kirchturm für Lengfurt genau so prägend ist wie das Zementwerk und habe um eine Spende gebeten." Aschauer stieß auf offene Ohren, denn Becker sagte: "Wir sehen uns als Partner der Gemeinde, und der Turm der Kirche ist ebenso auch ein Symbol wie es der Turm des Werks für Lengfurt ist."

    Nach Absprache mit der Führungsetage in Heidelberg konnte Becker Erfreuliches berichten. Pfarrer Mathias Wolpert und Kirchenpfleger Oskar Aschauer sagen übereinstimmend: "Wir waren sprachlos, mit einer solchen Unterstützung hatten wir nicht gerechnet." Die Firma spendete 25 000 Euro.

    Die Arbeiten wurden zum größten Anteil an Firmen in Triefenstein und Umgebung vergeben. Derzeit werden Zimmermannsarbeiten im Turm der Pfarrkirche durchgeführt und Werksdirektor, Pfarrer und Kirchenpfleger ließen es sich nicht nehmen, einen Blick auf den Fortgang der Arbeiten am Turmsims zu werfen. Zimmermann Christian Diener von der Firma Ulrich Behl (Rettersheim) zeigte gerne, mit welchen zahlreichen Loch-Gängen der Trotzkopf das Eichenholz zermürbt hat und dass jetzt schon viele neue stabile Eichenbalken eingesetzt worden sind.

    Weitere notwendige Arbeiten sind noch zu leisten wegen Undichtigkeiten in der Dacheindeckung, bei der Schiefereindeckung und bei den Schallläden in der Glockenkammer (klangmindernder "Lamellen-Schrägstand"), dazu kommen Steinmetzarbeiten, Arbeiten an den Glocken selbst und umfangreiche Reinigungsarbeiten.

    Bearbeitet von Raymond Roth

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