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    ARNSTEIN

    Heiße Moves beim coolen Dance Camp in Arnstein

    „Female Hip Hop Style” mit rasanter Choreografie.
    „Female Hip Hop Style” mit rasanter Choreografie. Foto: Günter Roth

    Mit einer in jeder Hinsicht heißen Abschlussshow ging das 15. Arnsteiner Dance Camp zu Ende. Heiß war die Witterung und ebenso heiß waren die über 250 Kinder und Jugendlichen, die am Samstagnachmittag und -abend in der Turnhalle zeigen wollten, was sie in den vergangen fünf Trainingstagen gelernt hatten. Und auch das war geeignet, die Begeisterung der Zuschauer aufzuheizen.

    „Stopp! Das Ganze noch mal und mit mehr Energie!“, forderte der Trainer bei der Abschlussprobe auf der großen Bühne. Dany ist Profitanzlehrer und weiß, dass er jetzt nur noch 20 Minuten hat, um mit seinen 15 jungen Schülern die letzten Feinheiten für die abendliche Vorführung einzuüben. Nick Muthig und Simon Knopel sind zwölf beziehungsweise 13 Jahre alt und die einzigen Jungen unter 13 Mädchen der Gruppe. Sie wollen heute ihrer Familie und den Freunden einen „HipHop LA-Style“ vorführen.

    Zuhause haben sie schon Erfahrungen mit Breakdance gemacht. „Das hier ist aber etwas ganz anderes“, sagt Nick. Zum Glück ist Trainer Dany beim fünften Mal endlich zufrieden, die Truppe darf ihr Stück mit Musik tanzen und dann ganz alleine – ohne Gesten und Anweisungen des Coaches.

    Von Montag bis zum Samstagvormittag hatten ein Team von 60, Trainern, Assistenten und Betreuern gemeinsam mit ihren über 250 „Kids“ der Sommerhitze getrotzt und erarbeiteten und übten in mehreren Workshops die unterschiedlichen Tanzstile ein. Verschiedene Varianten von HipHop, Modern, Popping, Breakdance und weitere Stile standen auf dem Programm.

    Außerdem gab es sogenannte Allstyle-Battles, bei denen die jungen Leute sich gegenseitig ihr Können vorführten, eine Mini-Disco und einen „Chill-Out-Abend“ mit der Gelegenheit, bei ruhigen Beats, Stockbrot und gut gekühlten Drinks in entspannter Atmosphäre mit den Coaches ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Das angrenzende Hallenbad wurde gerne zur Abkühlung genutzt.

    Am späten Nachmittag zeigten zunächst die Jüngsten bis zum Alter von elf Jahren in der großen Turnhalle, was sie gelernt hatten. Dass nicht alle Plätze in der Halle wie sonst üblich gefüllt waren, muss man der großen Hitze zuschreiben. Dennoch begeisterten die Tänzer in jeder Hinsicht mit kraftvollen HipHop-Darbietungen einschließlich wilder Breakdance-Einlagen oder getanzten Geschichten und eindrucksvollen Bildern.

    Die Gruppen der „Großen“ von zwölf bis 18 Jahren zeigten darüber hinaus außer Können auch ein gutes Maß an tänzerischer Erfahrung, Leidenschaft und Hingabe. So zum Beispiel die Modern-Gruppe voller Emotionen und mit perfekter Choreografie. Das Publikum belohnte sie mit jubelndem Beifall. Ein Glanzlicht waren die Mädchen mit dem „Female HipHop Style“: Tempo, toller Körpereinsatz, schnelle Ortswechsel und Begeisterung, die die Leute in der Halle mitriss.

    Den älteren Zuschauer eher unbekannt war „Popping“, eine spezielle Form des Breakdance. Dabei werden die Tanzbewegungen „mechanisch“, durch Muskelkontraktion und -entspannung einem Roboter ähnlich, ausgeführt. Weithin bekannt wurde Popping durch Weltstar Michael Jackson. Für die vier jungen Männer auf der Bühne gab es dafür viel Applaus.

    Die kommunale Jugendarbeit Main-Spessart veranstaltet das Dance Camp. „Ein sorgfältig ausgewähltes Organisationsteam stellt sicher, dass die Kinder beim Camp von pädagogisch erfahrenen und einfühlsamen Coachs gut betreut und versorgt werden“, sagt der Koordinator Kreisjugendpfleger Bernhard Metz. Das Dance Camp Arnstein hat sich in den vergangenen Jahren als eines der beliebtesten und meistbesuchten Kinder- und Jugendcamps in Deutschland etabliert. Und das aus gutem Grund, denn jedes Jahr kommen weitere Extras für die Teilnehmer hinzu.

    Wie in jedem Jahr zeichneten die Trainer sieben junge Tänzer für herausragende Leistungen aus. Das dafür verliehene Stipendium ermöglicht ihnen im nächsten Jahr eine kostenlose Teilnahme.

    Popping: Bewegungen wie von Robotern.
    Popping: Bewegungen wie von Robotern. Foto: Günter Roth
    Heiße Breakdance-Einlagen.
    Heiße Breakdance-Einlagen. Foto: Günter Roth
    Farbenfroh erzählte tänzerische Geschichten beim Dance Camp.
    Farbenfroh erzählte tänzerische Geschichten beim Dance Camp. Foto: Günter Roth
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