• aktualisiert:

    Sendelbach

    Herbert Panter wird 85: sozialdemokratischer Manager und Reisebürochef

    Inmitten tropischer Pflanzen: Herbert Panter im Wintergarten seines Wohnhauses in Lohr-Sendelbach. Foto: Gisela Büdel

    Er ist bekannt und beliebt. Die Stationen seiner Lebensleistung im kommunalpolitischen und sozialen Engagement sind markant und vielfältig. Der Ehrenringträger der Stadt Lohr, langjährige Stadt- und Kreisrat sowie Tourismusexperte Herbert Panter feiert am heutigen Freitag seinen 85. Geburtstag.

    Geboren wurde Herbert Panter am 8. November 1934 in Kappelrodeck (Schwarzwald). Seine Berufslaufbahn startete er im Zementwerk Lengfurt. Ab 1958 war der gelernte Industriekaufmann in der Kundendienstabteilung der Bosch Rexroth AG in führender Position tätig, wo er zum Handlungsbevollmächtigten aufstieg.

    Etliche Jahre war er auch im Betriebsrat Ansprechpartner und Ratgeber für seine Mitarbeiter. Maßstäbe setzte Panter in Wirtschaftsausschuss und Juniorenarbeitskreis der Industrie- und Handelskammer.

    70 Jahre Gewerkschafter

    Sozialpolitisch engagierte er sich bereits 1949 in der IG Metall und 1959 mit seinem Beitritt zur SPD. Kommunalpolitische Meilensteine sind 1966 die Gründung des SPD-Ortsvereines in seinem damaligen Wohnort Sackenbach und wenig später des Verkehrsvereins, der ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Mit Karl Mantel zeichnete er für den Bau der Wassertretanlage und des Dorfbrunnens Sackenbach verantwortlich.

    Bis heute besteht guter Kontakt zu Weggefährten und zum Sackenbacher Freundeskreis. Mit umfangreichem Wissen qualifizierte sich Panter zum Experten im Fremdenverkehr. Parallel dazu gründete das Ehepaar Panter in den 70er-Jahren vier Reisebüros.

    Manchmal noch Reisefieber

    Über 30 Jahre lang schätzten die Kunden Panters Begleitung als Reiseleiter auf ihren Fernreisen. »Altwerden ist nichts für Feiglinge«, zitiert er Entertainer Joachim Fuchsberger und nimmt klaglos gesundheitliche Einschränkungen an. Auch wenn ihn ab und an noch das Reisefieber packt, sind Auslandsreisen nicht mehr möglich.

    Aber das Ehepaar hat sich ein Stück karibisches Flair in seinen Wintergarten »Gran Canaria« geholt: Dort gedeihen tropische Pflanzen und Zitrusfrüchte. Nicht mehr möglich ist dem Jubilar auch die Arbeit im fast 5000 Quadratmeter großen Garten, den er früher leidenschaftlich gern pflegte.

    30 Jahre Stadtrat

    Die Mitgestaltung des öffentlichen Lebens war für Herbert Panter stets Herzenssache. Von 1972 bis 2002 wirkte er im Lohrer Stadtrat, davon zehn Jahre als SPD-Fraktionsvorsitzender. Mitte der 60er-Jahre war er stellvertretender Kreisvorsitzender. Im Kreistag saß Panter von 1978 bis 1990.

    Für die Verdienste um seine Partei wurde ihm 2005 die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Er war Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse und zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Richter am Verwaltungsgericht. Im Lions-Club Lohr-Marktheidenfeld suchte und fand er Lösungen für soziale Probleme seiner Mitmenschen.

    Sportlich und kulturell interessiert konnten örtliche Vereine stets auf ihn zählen. Panter ist verheiratet mit Ehefrau Brigitte, die ihn in allen Funktionen tatkräftig unterstützte, und Vater zweier Kinder. »Stets nur Freude bereitet haben mir meine zwei Enkeltöchter und zwei Enkelsöhne«, berichtet Panter mit Stolz.

    Sympathisch und authentisch wirkt der Jubilar, wenn er im Gespräch seine »Dankbarkeit für alles, besonders für die Familie« betont. Gefeiert wird der Ehrentag am Samstag mit der Familie und Freunden.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!