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    Karlstadt

    Historischer Verein Karlstadt besuchte Büchold

    Notker Wolf (rechts Margot Heilmann) führte die Gäste aus Karlstadt über den als schönste unterfränkische Ruhestätte ausgezeichneten Friedhof rund um die Bücholder Pfarrkirche. Foto: Martina Amkreutz-Götz

    Eine Halbstages-Exkursion führte den Historischen Verein Karlstadt nach Büchold. Bis heute sichtbare Spuren, die die adligen Herren Echter von Mespelbrunn und Dalberg auch in Mühlbach und Stadelhofen hinterlassen haben, verbinden Büchold und Karlstadt historisch, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Die von Kreisheimatpfleger Georg Büttner organisierte Fahrt vorbei am Bücholder Schloss führte zu den im Ort herausragenden Gebäuden, der zweitürmigen Pfarrkirche St. Nikolaus und dem früheren Gasthaus „Schwarzer Adler“, das der Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialekts gern saniert und als kulturelles Zentrum in Unterfranken sehen würde.

    Kirchenführerin Margot Heilmann und Notker Wolf, Stadtrat sowie Vorsitzender des Vereinsrings und des Gartenbau- und Verschönerungsvereins, begrüßten die Karlstadter Gruppe.in der Pfarrkirche, heißt es in einer Pressemitteilung. Heilmann berichtete aus der Geschichte und erklärte die Bilder und dargestellten Szenen in den kunsthistorisch wertvollen Altären und an der Empore. Im Hochaltar hat ein unbekannter Künstler die Familie von Philipp Christoph Echter, einem Neffen des Fürstbischofs Julius, und Gönner der Kirche, verewigt. Notker Wolf führte über den als Unterfrankens schönster Ruhestätte ausgezeichneten Friedhof rund um die St.-Nikolaus-Kirche.

    Mit heißem Kaffee und Gebäck und einer Hausführung erwartete Benedikt Feser, Vorsitzender des Dialektvereins die Karlstadter Gäste. Wenn die Politik hilft und Fördergelder fließen, könnte das 400Jahre alte, 1984 geschlossene Gasthaus „Schwarzer Adler“ als „Haus des Dialektes“ das Zentrum der unterfränkischen Mundart-Freunde und -Forscher werden. Die Nutzungspläne liegen schon vor. Die lokale Mitte Unterfrankens ist Büchold bereits.

    Feser verdeutlichte mit einem von Bücholdern gedrehten Spielfilm „Der Brandners Kischper und das ewige Leben“, wie der Dialekt-Verein auf verschiedene Arten in Wort und Ton die heimische Mundart für die Zukunft dokumentiert. Margot Heilmann, Notker Wolf und Benedikt Feser betonten, dass diese Aufarbeitung und alle Zukunftspläne für den Arnsteiner Stadtteil dank des Engagements der zwölf Vereine und des Zusammenhalts aller Bücholder Bürger verwirklicht werden könnten. Georg Büttner dankte mit Weinpräsenten den drei Gastgebern für ihre fachkundigen Führungen, gespickt mit viel Lokalkolorit und Humor.

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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