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    MAIN-SPESSART

    Höherer Zuschuss für Familienberatung befürwortet

    Nach vier Jahren beantragt die Diözese Würzburg einen höheren Zuschuss für die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle in Lohr. Aufgrund höherer Personalkosten soll er um 500 auf 3500 Euro im Jahr steigen. Der Jugendhilfeausschuss gab dafür grünes Licht, entscheiden wird der Kreistag bei den Haushaltsberatungen für 2018.

    Zwar berät die Stelle in erster Linie erwachsene Menschen, wenn es um Beziehungen, die Bewältigung von Paarkonflikten und das Verarbeiten von Trennung und Scheidung geht. Dich davon profitieren natürlich auch die Kinder der beratenen Eltern. Den Zuschuss führte der Landkreis im Jahr 2014 ein. 2016 ließen sich in Lohr 32 Männer und Frauen aus dem Landkreis Main-Spessart beraten, etwa die Hälfte kamen zu Paarberatung.

    Besser für die Kinder

    Die Paarberatung sieht auch die Diözese als wichtige Ergänzung zur Erziehungsberatung des Landkreises, da Paarbeziehungen stabilisiert und damit die Voraussetzungen für das gute Aufwachsen von Kindern verbessert werden. In der Beratungsstelle arbeiten zwei Fachkräfte insgesamt 16 Stunden je Woche. 2016 leisteten sie 1734 Beratungsstunden. Seinen Zuschuss sieht der Landkreis auch als Anerkennung für die geleistete Arbeit.

    Die Personal- und Sachkosten der Beratung betrugen in dieser Zeit ohne Miet- und Raumkosten 53 460 Euro. Zu über 80 Prozent werden sie aus der katholischen Kirchensteuer bezahlt.

    Mehr Geld bewilligt

    Für die in Pflegefamilien lebenden Kinder erhöhte der Jugendhilfeausschuss auf Basis einer Empfehlung des bayerischen Gemeindetages die Pflegepauschalen. Sie steigen rückwirkend zum 1. Juli zwischen einem und 1,8 Prozent. So beträgt die Pflegepauschale für Kinder ab 13 Jahren nun 1028 statt vorher 1010 Euro. Kreisrätin Heide Wright fragte, was die Vorgabe „Kindergeld ist anteilig anzurechnen“ bedeutet: Bei Pflegekindern, für die Kindergeld gezahlt wird, ist die Pflegepauschale um die Hälfte des Kindergelds zu kürzen. Bei der Tagespflege für Kinder unter drei Jahren steigt das Entgelt um sechs auf 590 Euro.

    Um über zehn Prozent erhöhte der Ausschuss die Weihnachtsbeihilfe für Kinder und Jugendliche in Vollzeitpflege, also in Heimen und bei Pflegefamilien. Es betrug 45 Euro seit 2014 und wird ab diesem Jahr auf 50 Euro erhöht.

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