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    Büchold

    Hörspiel-Premiere: Kartpartie mit speziellem Zungenschlag

    Der Dialektverein präsentiert das neue Hörspiel beim Bücholder Winterzauber: Wie die Kartpartie  fast zu einer Weihnachtsgeschichte geworden ist.
    Mehr als sieben Stunden verbrachten die Hörspielsprecher (von links) Thomas Stamm, Benedikt Feser, Tobias Feser, Manuela Fuchs, Sandra Keß, Rainer Geis und Armin Wendel an den Mikrofonen, um der Kartpartie Leben einzuhauchen. Foto: Daniela Stamm

    Ein Hörspiel in Bücholder Mundart, garniert mit Rhöner, Bayerischem und Gauaschacher Zungenschlag - dies ist das aktuelle Projekt des Vereins zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes. Nach mehreren Filmprojekten wie dem "Brandners Kischper" und der "Bulldogliebe" begab sich der Verein nun auf neues Terrain und beim Bücholder Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende wird das Hörspiel "Die Kartpartie – fast eine Weihnachtsgeschichte" erstmals abgespielt.

    In Büchold sei es üblich gewesen, dass die Wirtshäuser an Heiligabend geöffnet hatten, sofern das Fest auf einen Werktag fiel, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Benedikt Feser. Für manchen Stammgast war der Weihnachts-Wirtshausgang ganz selbstverständlich. Einige seien ihn aus reiner Gewohnheit gegangen, andere, weil zuhause sowieso niemand auf sie wartete, und wieder andere führte der Weg an diesem besonderen Tag ganz zufällig ins Gasthaus.

    Weihnachtlicher Plausch im Schwarzen Adler

    So traf man sich im "Zapf", dem ehemaligen Gasthaus "Schwarzer Adler", jeder mit seiner ganz persönlichen Himmelsverbundenheit kurz vor dem Fest noch auf einen weihnachtlichen Plausch und ein Getränk. Manchmal sei auch nachgeordert worden und selten – doch dann und wann – sei der Nachmittag weniger festlich geendet. Aus diesen bleibenden Erinnerungen strickte Benedikt Feser das Hörspiel "Die Kartpartie – fast eine Weihnachtsgeschichte", das einen weiteren gesellschaftlichen Aspekt des früheren Dorflebens abbilden soll.

    Sandra Keß, Manuela Fuchs, Rainer Geis, Tobias Feser, Thomas Stamm, Armin Wendel und Benedikt Feser hauchten den Hörspielfiguren Leben ein und bildeten mit Bücholder, Gauschacher, Rhöner und Bayerischer Mundart eine Bandbreite süddeutscher Dialekte ab. Neben den gesprochenen Hörspielpassagen können sich die Zuhörer auf Musikeinspielungen der Band "The Dukes" freuen, die typische Bücholder Wirtshausmusik aufnahmen und das Hörspiel so zu einem Singspiel erweiterten.

    In Dauerschleife am Originalschauplatz

    Zu hören sein wird die "Kartpartie" beim Bücholder Winterzauber in der Originallokalität. Rund um den Karttisch dürfen die Gäste im ehemaligen Gastraum Platz nehmen, der Geschichte lauschen und in den Heiligabend beim "Zapf" eintauchen. Das rund 20-minütige Hörspiel wird wiederkehrend zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes am Samstag, 30. November, von 16 bis 20.30 Uhr und am Sonntag, 1. Dezember, von 13 bis 19 Uhr abgespielt.

    Darüber hinaus gibt es für die Besucher beim Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Budenstadt wieder Allerlei zu entdecken. Die Angebotspalette reicht von handgemachten Kerzen, dekorativen Geschenkideen, Holzarbeiten bis hin zu Adventskränzen, Handarbeiten sowie hausgemachten Likören und Marmeladen. Alles selbstverständlich wieder: "Made in Büchold und Sachserhof".

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