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    Hofstetten

    Hofstettener Wohnanlage findet für hohen Preis neuen Eigentümer

    Die unfertige Wohnanlage in Hofstetten wurde zwangsversteigert. Foto: Björn Kohlhepp

    Vielleicht tut sich bald wieder etwas an der unfertigen Wohnanlage in Hofstetten. Die kleine Siedlung aus sechs Doppelhaushälften und einem Einfamilienhaus in der Ortsdurchfahrt wurde am Dienstag am Amtsgericht Würzburg wegen nicht gezahlter Rechnungen des bisherigen Eigentümers zur Zwangsversteigerung aufgerufen. Laut einem Gutachten beträgt der Verkehrswert 335 000 Euro. Tatsächlich fand sich ein Käufer, der für 451 000 Euro den Zuschlag erhielt.

    Barbara Weiskircher, Rechtspflegerin am Amtsgericht Würzburg in der Abteilung für Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungssachen, wollte nicht verraten, ob das Objekt überhaupt versteigert wurde und schon gar nicht, an wen und für wie viel. Sie gab als Tipp lediglich, darauf zu achten, ob kommende Woche im Amtsgericht Gemünden der Verteilungstermin ausgehängt wird. An dem Termin wird festgelegt, welcher Gläubiger, darunter die Stadt Gemünden, wie viel Geld erhält. Das Aushängen des Termins würde bedeuten, dass die Wohnanlage versteigert wurde.

    Tatsächlich hängt ein solcher Aushang im zweiten Stock des Amtsgerichts in Gemünden. Demnach ist der Termin zur Verteilung des Versteigerungserlöses der Donnerstag, 21. November, wiederum in Würzburg. Nur ausgewiesene Berechtigte erhalten einen Teil des Erlöses, steht dort vermerkt. Gläubiger, die noch Rechnungen offen haben, sind bei dem Objekt laut dem zur Versteigerung erstellten Gutachten etwa die Stadt Gemünden (Verbesserungsbeiträge für Wasser und Abwasser und sonstige Gebühren des Kommunalunternehmens Stadtwerke), das Vermessungsamt Lohr und das Landratsamtes Main-Spessart (sämtliche Genehmigungsgebühren).

    Brückner Bau war interessiert, gab aber kein Gebot ab

    Einer der rund 20 Interessenten bei der Zwangsversteigerung war Bernd Brückner, Geschäftsführer von Brückner Bau und Brückner Projektbau in Gemünden. Selbst habe er kein Gebot abgegeben, sagt er auf Anfrage. Die Gebote seien schnell in Höhen gegangen, die für Brückner Bau uninteressant waren. Natürlich habe er das Objekt vorher besichtigt und auch das Gutachten genau gelesen, wodurch ihm die "vielen Baumängel" nicht verborgen blieben, so Brückner.

    Nach Informationen der Redaktion ist der Käufer die Lilli property group GmbH & Co. KG aus dem hessischen Lahntal. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigt auf Anfrage die Informationen und auch die Gebotssumme von 451 000 Euro.

    Geschäftsführer schon mit Main-Spessart bekannt

    Deren Geschäftsführer stehen nach Recherchen der Redaktion einem ganzen Firmenverbund rund um das Altkleider-Geschäft vor, der im Landkreis Main-Spessart vor ein paar Jahren durch ungenehmigt aufgestellte Altkleider-Container von sich reden machte. Die Tochtergesellschaft, die den An- und Verkauf von Immobilien betreibt, existiert seit Februar 2018.

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