• aktualisiert:

    Homburg

    Homburger Winzer feierten zum 25. Mal "Weinherbst"

    Stießen im Winzerkeller auf das 25. Weinherbst-Jubiläum an (von links): Pfarrer Matthias Wolpert, Berthold Schmitt, Franz Sauer, Weinprinzessin Lena Dornbusch, Hans Dornbusch und Bürgermeister Norbert Endres. Foto: Günter Reinwarth

    Seit zweieinhalb Jahrzehnten feiern die Homburger Genossenschaftswinzer nach beendeter Weinlese ihren "Weinherbst" – ein Jubiläum, das fast schon als Feiertag im Kulturkalender des Kallmuth-Dorfes steht. Dabei treffen sich Winzer und Weinfreunde im Winzerkeller, der "guten Stube", in der Rita und Roland Martin "Hausherren" sind.  

    Der Winzer und frühere GWF-Aufsichtsrat Berthold Schmitt war es, der 1994 den Weinherbst ins Leben gerufen hatte. Sein Nachfolger wurde Hans Dornbusch, ein gelernter Winzermeister, der viele Jahre den Homburger Weinbauverein führte und heute auch  im Aufsichtsrat der Winzergemeinschaft Franken sitzt.  In seinem freundlichen Grußwort streifte Dornbusch am Freitagabend zur Weinherbsteröffnung, die unter dem Motto "Homburger Wein trifft Kulinarik" stand, nur kurz die Historie der örtlichen Genossenschaftswinzer, die stets eng mit der Rebsorte Silvaner verbunden gewesen sei.

    Als "klein, aber fein" betitelte der langjährige und in Homburg immer gern gesehene GWF-Kellermeister Franz Sauer Qualität und Quantität des neuen Weinjahrgangs. Der Experte führte im Laufe des Abends durch eine kleine Weinprobe mit erlesenen Tropfen als Begleiter eines Drei-Gänge-Menüs. Eröffnet wurde dieses mit einem 2018er Bacchus-Qualitätswein vom Homburger Kallmuth, zu dem eine "Kürbiscreme-Suppe mit Sahnehäubchen" serviert wurde. Dass Wildgerichte und Rotwein so gut wie immer willkommene Partner in Zunge und Gaumen sind, bewies ein Hirschbraten an Rotweinsauce mit "Butterknopfspätzle und Apfelrotkohl". Das Hauptgericht wurde im Glase mit einem trockenen Domina-Rotwein verfeinert, der als Landratsschoppen auf der Karte stand. Zur Homburger Edelsorte "Rieslaner", eine mit Silber prämierte Auslese vom Kallmuth, passten als dritte Geschmacksvariation "Waldfrüchte auf einer Panna-cotta".

    Bürgermeister Norbert Endres nahm zum letzten Mal in seiner zwölfjährigen Amtszeit an einem "Homburger Weinherbst" teil. Sein Grußwort verband er mit dem Wunsch mach "guten Erträgen" in den Kallmuth- und Edelfrau-Weinbergen.

    "Jetzt ist es die Aufgabe der Kellermeister, das Lesegut zu einem großartigen Wein zu veredeln", sagte Weinprinzessin Lena Dornbusch, die im nächsten Jahr ihre Amtszeit beenden wird. Homburgs "Edelfrau" sah in der im vergangenen September beendeten Weinlese "eine der schnellsten Ernten der letzten Jahre mit der geringsten Menge seit 1985". Trotz allem dürften die Weinfreunde einen ordentlichen Schoppen genießen

    Gemütliche Schoppen-Stunden begleiteten den "Weinherbst" am Samstag die "Lieblers" mit guten Noten, am Sonntag trafen sich die Winzer an einer Kaffee-Tafel. Die Erlenbacher Musikanten sorgten auf dem Echterplatz mit einem Standkonzert für gute Laune.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!