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    Gemünden

    Hosenanzüge und Cowboystiefel bei der Kreis-CSU

    Sabine Sitter (links) sicherte sich die Unterstützung der Delegierten schon vor Beginn der Versammlung. Hier begrüßt sie den Kreisrat und ehemaligen Burgsinner Bürgermeister Franz Schüßler. Thorsten Schwab (Mitte) sprach den Abstimmenden eben falls gut zu. Foto: Markus Rill

    Um 19 Uhr sollte die CSU-Kreisdelegiertenversammlung am Donnerstag im runden Saal des Gemündener Kreuzklosters beginnen. Viele interessante Beobachtungen ließen sich allerdings schon zwischen 18.30 Uhr und dem tatsächlichen Start gegen 19.20 Uhr machen.

    Wer war schon frühzeitig da? Der Kreisvorsitzende Thorsten Schwab, Kandidatin Sabine Sitter mit ihrem Ehemann Ralf Schwarz und, überraschenderweise, Susi Keller. Die Geschäftsführerin des Karlstadter Stadtmarketings stand bisher noch nicht im politischen Rampenlicht, aber nun saß sie in der ersten Reihe direkt neben den Führungsfiguren der Kreis-CSU. Warum? Auflösung später.  

    Gab's eine Kleiderordnung? Die Herren der Führungsriege trugen, natürlich, Anzug und Schlips oder zumindest Sakko und Hemd. Topseriös. Einige Damen fielen in farbenfrohen Hosenanzügen auf: Sabine Sitter in Taubenblau, Susi Keller in Marine und Bezirksbäuerin Maria Hoßmann gar in Gelb. Thorsten Schwab war begeistert. "Ich habe mich heute nicht getraut, den gelben Anzug anzuziehen", verriet er den Delegierten.

    Und wer kam in Lederjacke und Cowboystiefeln? Nicht etwa ein junger Revolverheld, sondern Rudi Röder, erfahrener Ortsvorsitzender der Zellinger CSU und Vorsitzender der Mittelstandsunion. Und als solcher unterstützt er durch die Wahl seiner Oberbekleidung das Lederjacken-Unternehmen seines Sohns. Dazu passen dann eben nur Cowboystiefel.

    Wer schüttelte die meisten Hände? Fraglos war das Sabine Sitter, die die Besucher schon per Handschlag begrüßte und gewiss hinterher nochmal von jedem – außer dem Einen, der gegen sie stimmte – Glückwünsche entgegen nahm. Auf Rang Zwei der Handshake-Liste mag allerdings schon Michael Hombach liegen. Er  machte ausführlich die Runde, um für Unterstützung bei seiner Bürgermeister-Kandidatur in Karlstadt zu werben.

    Alexander Hoffmann grüßte aus Berlin per Videobotschaft.  Foto: Markus Rill

    Wie klappt's mit der Technik? Im hessischen Altenstadt wurde ja neulich ein NPD-Mann zum Ortsvorsteher gewählt, weil – so der CDU-Vertreter im Gremium wörtlich: "Wir keinen anderen haben – vor allem keinen Jüngeren, der sich mit Computern auskennt, der Mails verschicken kann". Nun hatte aber Sabine Sitter eine hübsche Powerpoint-Präsentation vorbereitet, um sich den Delegierten auf der Höhe der Zeit vorzustellen. Und Alexander Hoffmann hatte gar eine Videobotschaft aus Berlin entsandt, die es auf eine Leinwand zu projizieren galt. Das ist noch komplexer als E-Mails schreiben und damit, wie wir gelernt haben, eine potenzielle Herausforderung für Konservative. Und da kam nun Susi Keller ins Spiel. Von ihrem Platz in der ersten Reihe aus war sie in einem Schritt am Laptop auf dem Rednerpult und sorgte für den technisch reibungslosen Ablauf des Abends. Rätsel gelöst.

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