• aktualisiert:

    Hafenlohr

    Hotel im Hafenlohrtal: Architekt kann an Idee weiter arbeiten

    Zum Leserbrief "Hafenlohrtal im Porsche erleben?", bei dem sich Charly Fischer auf den Artikel "Beton im Grünen: Kommt ein Hotelkomplex ins Hafenlohrtal?" bezieht, erreichte uns eine Stellungnahme des Hafenlohrer Gemeinderats Gerd Dobesch:

    "Schlafen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, schon gar nicht in Gemeinderatssitzungen.

    Was ist passiert? Ein Gebäude (ehemalig Hubertus) droht zu verfallen. Ein Privatmann hat eine Idee, wie eine Nutzung aussehen könnte. Ein Innenarchitekt aus München stellt diese Idee vor und fragt nach, ob er weiter an dieser Idee arbeiten könne, um ein Projekt unter Umständen zu verfolgen, das vielleicht naturnah und nachhaltig umgesetzt werden kann.

    Die Gemeinde signalisiert, dass der Architekt weiter an der Idee arbeiten könne, aus dem ehemaligen Hubertus, von dem doch wohl einige noch nostalgisch schwärmen, etwas zu machen. Ihm wurde natürlich in der Diskussion auch gesagt, dass dies ein sensibles Gebiet ist, dass er sich auseinandersetzen müsse mit vielen Trägern öffentlicher Belange, natürlich auch mit dem Naturschutz.

    Mitnichten hat der Gemeinderat beschlossen, dass am Eingang des Hafenlohrtals ein Hotel Resort gebaut wird und die Gemeinde alles tun werde, damit genau dieses Projekt umgesetzt wird.

    Natürlich kann man gleich nach 20 Minuten Präsentation ein klares Urteil haben. Alles soll bleiben, wie es ist. Auch wenn der Gemeinderat die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt hätte, wäre die Entscheidungsgrundlage nicht anders gewesen. Fundiert urteilen kann man aber in der Folge, wenn die Pläne konkretisiert werden, der Planer sich mit allen notwendigen Behörden in Verbindung gesetzt hat und dann erneut etwas vorstellt, das zur Realisierung weitere Schritte der Gemeinde fordert. Bis dahin ist es ein weiter Weg und ein neuer Gemeinderat im Amt, der vor dem Hintergrund umfassender Informationen sich ein Urteil bilden kann. Wenn nicht schon vorher die Realisierung sich als unmöglich erweist.

    Das Risiko tragen der Privatmann, der Planer, der Investor. Die endgültige Entscheidung, ob an dieser Stelle etwas gebaut wird, ist noch nicht getroffen worden.

    In der Kommunalwahl 2020 können die Wähler die Kandidaten daran messen.

    Nebenbei bemerkt: Die Wasserbüffel im Hafenlohrtal sind meines Erachtens nicht typisch für das Tal und haben die in sie gesetzten Erwartungen wohl nicht erfüllt, auch wenn sie bis hinauf auf die europäische Ebene gelobt werden. Aber vielleicht sind sie ja dann das entscheidende Argument, ein Bauvorhaben gleich welcher Art zu verhindern."

    Bearbeitet von Peter Kallenbach

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!