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    Kreuzwertheim

    Jammern auf hohem Niveau

    Es war wahrscheinlich der letzte Haushalt der laufenden Legislaturperiode, der vom Kreuzwertheimer Gemeinderat am Dienstag beschlossen wurde. Im März nächsten Jahres sind Kommunalwahlen, ab dem 1. Mai ist dann ein neu zusammengesetztes Gremium im Amt.

    In einer Art vorgezogener Bilanz würdigte Silvia Klee für die Fraktion SPD/Plus schon jetzt die Zusammenarbeit im Rat, mit dem Bürgermeister und der Verwaltung. Wie zuvor der Bürgermeister ging Klee auf die Schuldenfreiheit der Marktgemeinde ein, verwies aber auch auf die seit Jahrzehnten unveränderten Hebesätze bei Grund- und Gewerbesteuer. Dass ambitionierte Investitionen aus den Rücklagen hätten finanziert werden können, würde sich in den nächsten Jahren ändern. Es sei denn, der neue Gemeinderat verschiebe Vorhaben.

    Dem Vorschlag von Kämmerer Rupert Schiller etwa, Straßenausbauarbeiten oder die Hochbehälter nicht schon 2020 sondern erst im Folgejahr anzugehen, pflichtete die Rednerin bei. Sie verteidigte aber auch, dass man Maßnahmen wie den Umbau der Turnhalle Röttbach zur Mehrzweckhalle trotz enormer Kostensteigerungen fortgesetzt habe und fortsetze. Außer Frage stehe für sie auch, dass das Fürstin-Wanda-Haus wieder hergerichtet werden müsse. Mit dem Beschluss zur Anschaffung einer neuen Drehleiter habe man ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der hoch engagierten Feuerwehr setzen wollen, obwohl es hier auch andere, günstigere Möglichkeiten gegeben hätte. Trotz vielem was man erreicht habe, bleibe für den neuen Gemeinderat noch genug zu tun, zeigte sich Silvia Klee überzeugt.

    Wenn man jammere, dann tue man dies auf einem hohen Niveau, meinte Frank Theobald für die Freien Wähler. Er sah den Haushalt solide aufgestellt. Auch er vermerkte, man habe in der Vergangenheit „richtig was in die Hand genommen und den vorhandenen Investitionsstau ein Stück weit abgearbeitet“. Gleichwohl stehe man noch vor vielen Herausforderungen, nannte er als einige wenige Beispiele die Straßen oder die Ausweisung des Gewerbegebietes Unterwittbach.

    Theobald sah den Markt auf einem guten Weg und zeigte sich überzeugt, dass die gute Arbeit im neuen Gemeinderat fortgesetzt werde. Wie seine Vorredner stimmte Günter Kohrmann in den Dank an den Bürgermeister und die Mitarbeiter der Verwaltung ein. Er sah es als besonders wichtig an, dass man in der Gemeinde über einen guten Branchenmix verfüge und hoffte, dass es mit dem neuen Gewerbegebiet vielleicht gelinge, diesen noch zu verbessern.

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