• aktualisiert:

    Triefenstein

    Je zur Hälfte auf Straße und Gehweg parken?

    Ob künftig in Trennfeld je zur Hälfte auf Straße und Gehwegen geparkt werden darf, hängt auch von den weiteren Beratungen zwischen Gemeinde, Landkreis und Polizei ab. Foto: Günter Reinwarth

    "Hat noch jemand Fragen?", erkundigte sich Bürgermeister Norbert Endres bei seinen Kolleginnen und Kollegen am Ratstisch. Nachdem jeder offensichtlich "wunschlos glücklich" war und keine Antwort kam, schloss der Rathauschef am Dienstagabend nach exakt 30 Minuten die öffentliche Gemeinderatssitzung. Es war eine der kürzesten Beratungen in der aktuellen Legislaturperiode.

    Allzu große Probleme musste der Gemeinderat nicht abhandeln, wenn man mal von der Parksituation in der Trennfelder Hauptstraße absieht. Für diese Trasse hat der Landkreis Main-Spessart die Baulast. Eigentümer der Ortsdurchfahrt mit zum Teil recht breiten Gehwegen ist der Markt Triefenstein.

    Das Trennfelder Parkproblem war auch kürzlich in der Bürgerversammlung von Bernd Wohlfahrt angesprochen worden. Dieser hatte daran erinnert, dass es in der Hauptstraße doch markierte Parkplätze gegeben habe, die nun nach der Sanierung der Ortsdurchfahrt nicht mehr existierten. Wohlfahrt berichtete von Strafzetteln, die von der kommunalen Verkehrsüberwachung stammten. Diese hatte auf das verbotene Parken auf Gehwegen hingewiesen.

    Die damaligen "Knöllchen" und die Diskussion in der Trennfelder Bürgerschaft hatten die Gemeindeverwaltung veranlasst, das Parkproblem auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung zu setzen. Wegen der teils breiteren Fahrbahn in der Hauptstraße sieht man in der Verwaltung durchaus die Möglichkeit, Parkbuchten zu markieren und Autos zeitlich begrenzt je zur Hälfte auf der Straße und auf Gehwegen abzustellen. Bei einer solchen Lösung würde auch der Schwerverkehr besser fließen, hieß es bei der Gemeindeverwaltung. Nicht auszuschließen seien allerdings bei einer solchen Lösung höhere Geschwindigkeiten des Schwerverkehrs, der aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite "besser fließen könnte".

    Stefanie Engelhardt (CSU) sprach von einer Ausnahmesituation. Sie plädierte ebenso wie Karin Öhm (Freie Bürger) für eine Regelung, die das Parken auf Gehsteig und Straße (halb und halb) erlaube. Von Beate Träger (SPD) war zu hören: "Die Bevölkerung von Trennfeld hat sich an den vorherigen Zustand gewöhnt." Bürgermeister Endres wollte allerdings kein unbegrenztes Parken realisiert haben und die Parkzeit auf maximal drei Stunden festlegen.

    Sowohl der Bürgermeister als auch Bruno Hock (Freie Bürger) votierten im weiteren Verlauf der Sitzung für eine künftige Parkmöglichkeit auf der Straße, Bezugsfälle würden nicht entstehen.

    "Macht doch bitte alles nicht noch komplizierter", riet Bernd Wiedemann (Freie Bürger) vor der mit großer Mehrheit (12:2 Stimmen) erfolgten Abstimmung, die folgenden Inhalt hatte: Das Parken in der Trennfelder Hauptstraße soll künftig je zur Hälfte auf Straße und Gehsteig mit markierten Abschnitten möglich sein. Für eine solche Lösung sollen allerdings der Landkreis Main-Spessart als Baulastträger und die Polizei mit ins Boot geholt werden.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Anmelden