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    Steinbach

    "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen"

    Tanzmäuse: Die Abenteuer von „Bibi und Tina“ auf dem Reiterhof setzten die Tanzmäuse mit Quotenjunge Ole Gebauer in Szene. Foto: Gisela Büdel

    "Heut' wird gefeiert und gelacht, Steebich an die Macht" hieß es im Lied zum farbenprächtigen Finale der fünfstündigen Jubiläumssitzung. 125 Gäste feierten am Freitagabend im Gasthof "Adler" mit einem bunten Mix aus Tanz und Musik, Sketch und Bütt "25 Jahre Steebicher Edelmannsköpf" (SEK).

    Moderiert und mit Sketchen gespickt wurde das 18-Punkte-Programm von Gerlinde Appelt und Manfred (Seppl) Goldbach. Ob graziöse Mädchenbeine oder stämmige Männerwaden: Glanzlichter des närrischen Treibens waren neben Manfred Müllers Gesangseinlagen die Show- und Gardetänze mit viel Fantasie in Kostüm und Choreografie.

    Schwungvolle Tänze

    Den Auftakt machte Neela Herrmann, die als Tanzmariechen für ihren akrobatisch hohen Einsatz bewundert wurde. "Nobody is perfect – Hex! Hex!": Mit großer Begeisterung setzten die Tanzmäuse als 15 kleine Hexen samt Hexenmeister die Reiterhof-Abenteuer von "Bibi und Tina" in Szene. Wie originell Arme und Beine zusammenwirken können, zeigte das Bubeballett in seiner Lachnummer "Little People".

    Freud und Leid der Hundebesitzer: Monika Beller als Hundemama. Foto: Gisela Büdel

    Zur Musik von Santiano wirbelte die Blaue Garde im "Marine-Showtanz" über die Bühne. Bewegungsreich tauchten die tanzbegeisterten "Sambas" in die Welt der Indianer-Kultur ein. Das Publikum genoss die reizvolle Annäherung zwischen der Squaw "große Höhle" und Manfred Goldbachs "kleinem Speer".

    Allerliebst anzuschauen war das Männerballett im Schulmädchen-Look. Nicht alle Tage sieht man stramme Waden im weißen Kniestrumpf, Faltenrock oder mit neckischen Zöpfen. "Das war Spitze", bewertete das Publikum die turbulente Überzeichnung des "ganz normalen Schultages" samt Hausmeister.

    Müller als Stimmungsgarant

    Zu "Space taxi to the sky" hieß es "Licht aus, Spot an" für das tänzerische Finale der "Außerirdischen" (Rote Garde). "Aber dich, Steebich, gibt's nur einmal für mich": Manfred Müller machte einmal mehr seinem Namen als echter Stimmungsgarant alle Ehre. Unter dem Motto "Die schönsten Geschichten schreibt das Leben" lockte er am Clavinova mit originellem Text zum Ohrwurm das Publikum aus der Reserve. Den rhythmischen Applaus belohnte "Müllers Manni" mit Zugabe um Zugabe. Besungen wurden der feucht-fröhliche Brücke-Schoppe oder der eigene Steebicher Stadtstrand mit Pipeline zum Zapf.

    Die abenteuerliche Suche nach dem verlorenen Schatz war Thema des ersten in Steebich gedrehten Kinofilms. Drehort für Tim Wiegand, Marcel Geiger und Florian Czermin war der finstere "Zi-Za-Zauberwald", in dem das Startsignal "One, Two, Three – Äction" eine Reihe von Verwicklungen auslöste. Welche Probleme eine Essenseinladung bei den Goldbachs mit sich bringt, und warum es statt des knusprigen Schweinsbratens nur Schleimsuppe gibt, erlebte das Publikum hautnah im Sketch mit Madeleine Rücker und Felix Werner.

    "Little People": Das Bubeballett mit seiner Lachnummer. Foto: Gisela Büdel

    "Mir höm en Hund": Über ihr schweres Los als Hundebesitzerin klagte Moni Beller. Was fängt man an mit einem "spitzgedackelten Windhund", der nur Oxford-Englisch versteht und jeden Morgen die Zeitung bringt, obwohl man gar keine abonniert hat? Im "Tatort Steebich" ermittelten Ingrid und Max Czermin in so manchem Dorfkrimi mit Ausblick zur anstehenden Kommunalwahl. Steebich stelle sich mit gleich 20 Stadtratskandidaten und der Balds Nicole als Bürgermeisterin zur Wahl. "Des bissche Rümgelabere in den Sitzungen könne mir a allee." Über die Vorzüge einer "Pinguin-Heizung" mit neutraler Ökobilanz debattierten Pascal Goldbach und Marcel Geiger. Ihr Fazit: "Jede Wahrheit braucht einen Mutigen".

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