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    ERLENFURT

    Kabinett berät Eichen- und Erlebniszentrum Ende Juli

    Knorrige Eichen, aber auch die anderen Bäume des Spessarts sollen im Mittelpunkt des Eichenzentrums stehen. Am Bischborn... Foto: Roland Pleier

    Zwei Projekte, zwei Ministerien, zwei Termine: So wäre es ursprünglich wohl gelaufen. Doch nun zeitigte der Vorstoß Thorsten Schwabs offenbar Erfolg: Sowohl das Eichenzentrum in Erlenfurt zwischen Windheim und Rothenbuch als auch das Walderlebniszentrum am Bischborner Hof seien für die Kabinettssitzung am 31. Juli vorgesehen, teilte der Landtagsabgeordnete aus Hafenlohr auf Anfrage der Redaktion mit.

    „Das muss schon als Ganzes gesehen werden“, vertritt Schwab seine Meinung. Denn das Eichenzentrum selbst werde den Verkehr im Hafenlohrtal nur mäßig erhöhen, während das erlebnisorientierte Projekt, das größere Menschenmassen ansprechen soll, ja direkt an der Bundesstraße 26 geplant ist, das Hafenlohrtal also nicht belasten soll. Für das Eichenzentrum ist das Forstministerium zuständig, für das Erlebniszentrum das Umweltministerium.

    Schwab äußerte sich auf Anfrage auch zum Thema Verkehr im Hafenlohrtal. Als Bürgermeister von Hafenlohr sei ihm schon daran gelegen, dass das Tal als Ganzes geschützt wird. Wie berichtet, war bei einem Informationstreffen unter anderem auch über ein mögliches Wochenend-Fahrverbot gesprochen worden.

    Trotz Verbots: Auch LKW nutzen das Tal

    Doch drückt der Schuh an anderer Stelle offenbar mehr: Dann nämlich, wenn auf der Autobahn 3 Stau ist, umfahren viele Autofahrer diesen durch das Hafenlohrtal. Gegen Pkw könne man wohl kaum etwas unternehmen, meinte Schwab, wohl aber gegen Lastwagen. Für diese ist die Strecke generell gesperrt. „Seltsamerweise“, so Schwab, fließe der Ausweichverkehr nur dann durch das Hafenlohrtal, wenn Stau auf dem Abschnitt zwischen Weibersbrunn und Rohrbrunn in Richtung Würzburg herrsche – nicht aber in umgekehrter Richtung.

    Die Navigationsgeräte lotsen Pkw- und Lastwagenfahrer dann offenbar an der Abfahrt Weibersbrunn von der Autobahn und durchs Hafenlohrtal in Richtung Marktheidenfeld. In der Gegenrichtung ist dies nach Schwabs Beobachtungen nicht der Fall. Deshalb sei die Polizei Aschaffenburg gefordert, das Lastwagen-Fahrverbot im Hafenlohrtal in solchen Stauphasen verstärkt zu überwachen.

    Umfrage zum Wochenend-Fahrverbot

    Was das Wochenend-Fahrverbot angeht, scheinen sich Gegner und Befürworter die Waage zu halten: Bei einer nicht-repräsentativen Umfrage auf www.mainpost.de sprachen sich 46 Prozent der 122 Teilnehmer für ein generelles Verbot aus, weitere elf Prozent wollen nur Motorräder aus dem Tal fernhalten. Grundsätzlich gegen eine Einschränkung stimmten 43 Prozent.

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