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    Karbach

    Karbach wechselt von FBG Marktheidenfeld zur FBG Lohr-West

    Bei drei Gegenstimmen hat der Karbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Beitritt zur Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Lohr-West zum 1. Januar 2020 beschlossen. Zu den Hintergründen: In der Oktobersitzung hatte das Gremium einstimmig den Austritt aus der bisherigen FBG Marktheidenfeld beschlossen. Revierförster Matthias Huckle war im Vorfeld an Bürgermeister Bertram Werrlein herangetreten und hatte die Zusammenarbeit mit der bisherigen FBG moniert.

    Zur jüngsten Sitzung waren nun Stefan Pfeuffer, der Vorsitzende der FBG Lohr-West, und Geschäftsführer Thorsten Schwab geladen und gaben den Ratsmitgliedern einen groben Einblick. Pfeuffer erklärte, dass die FBG Lohr-West in den letzten Jahren ständig gewachsen sei und aktuell fast 800 Mitglieder bei einer Fläche von über 10 000 Hektar betreue. "Wir sind gut aufgestellt", betonte Pfeuffer mit Hinweis auf ein junges Team.

    Förster Huckle bleibt

    Schwab fügte an, dass es im Interesse der FBG sei, durch die großen Holzmengen der Gemeinden Beachtung am Markt zu finden. Gleichwohl machte er deutlich, dass sich die FBG auch um die Privatwaldbesitzer kümmere. Auf die Frage von Gemeinderat Günter Schmelz, weshalb die FBG Lohr-West Gemeindeförster Huckle "rausdrängen" wolle, entgegnete Pfeuffer, dass dies nicht der Fall sei, sondern dass der Förster bleibe.

    Schwab ergänzte, dass bei einem Holzverkauf der Gemeinde eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Revierförster, der die Daten aufnimmt und die Abfuhr kontrolliert, und der FBG bestehe. "Müssen Privatleute, die vielleicht nur zehn bis 15 Festmeter verkaufen wollen, auch Mitglied in Lohr werden?", fragte Schmelz weiter.

    Privatleute müssen Mitglied werden, wollen sie über FBG Holz vermarkten

    Hierauf erklärte Schwab, dass ein Holzverkauf über die FBG Lohr-West nur dann möglich sei, wenn die Privatperson Mitglied ist. Jedoch könne jeder Privatwaldbesitzer, unabhängig von der Gemeinde, in der FBG Marktheidenfeld verbleiben. Nachdem sich die Mehrheit der Ratsmitglieder gegen eine Doppelmitgliedschaft im Jahr 2019 ausgesprochen und einen Beitritt zum Januar 2020 beschlossen hatte, kam dennoch der Wunsch auf, Revierförster Matthias Huckle für eine der nächsten Sitzungen zu laden, um offene Fragen zu klären.

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