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    GEMÜNDEN

    Karli Keiler: Gerützelt und gewonnen

    Karli Keiler: Denkbar, aber nicht dankbar
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    Da hat der Rützels Bernd also in Berlin so lange herumgerützelt, bis er es tatsächlich geschafft hat, dass der Bund 2,7 Millionen Euro für die Scherenberghalle locker macht. Wer hätte das gedacht? Der Karli ist schon ganz gespannt, wie dereinst die Mieter im neuen Mehrfamilien-Atlantis mit der Scherenberghalle so harmonieren.

    Für seine Heimatgemeinde hat sich in Berlin auch der Hoffmanns Alexander mächtig ins Zeug gelegt und 1,8 Millionen für eine Halle in Zellingen herausgeholt. Allerdings weiß er offenbar auch nicht mehr so ganz, wie genau eigentlich sein Heimatort heißt. In seiner Pressemitteilung zum Coup steht „Retzbach-Zellingen“. Nun ist es so, dass Retzbach ein Ortsteil von Zellingen ist und nicht umgekehrt, also müsste es Zellingen-Retzbach heißen. Der Rützels Bernd kommt ja auch nicht aus Schaippach-Gemünden.

    Aber bei Retzbach hat die Bahn offenbar viel Unheil angerichtet, indem sie ihren dortigen Bahnhof „Retzbach-Zellingen“ genannt hat. Da kann man schon mal durcheinander kommen.

    Ist die Freie Wähler Kreisvereinigung dem Genderwahn verfallen? Für Freitag hatte sie zu ihrer Jahreshauptversammlung eingeladen – und zwar „alle Mitgliederinnen und Mitglieder“. Die Mitgliederinnen werden in Scharen aus ihren verschiedenen Häuserinnen und Häusern, wo natürlich viele Bücherinnen und Bücher stehen, den Weg nach Langenprozelten finden, ist sich der Karli sicher. Unterwegs werden sie vermutlich einigen Menschinnen und Menschen begegnet sein.

    Ausgerechnet kurz vor der feierlichen Einweihung der Mainbrücke hat den Karli eine Hiobsbotschaft erreicht: Der Gecko im städtischen Weinberg aus dem Projekt „Brückenspechte“ ist ausgebüxt – oder wurde er gestohlen? Die Blaic' Jasna neigt zur letzteren Annahme, weil das Tierchen, gestaltet vom Hartmanns Siegfried, um selbst loszukommen, erst einen Schraubenschlüssel gebraucht hätte. Wer ihn z.B. bei sich auf der Terrasse gesehen hat, möge sich vertrauensvoll an die Tourist-Info wenden. Das nennt man heutzutage wohl Upcycling – aus Brückenresten entstehen begehrte Kunstwerke. So sieht das possierliche Tierchen aus:

    Kein Brückenspecht, aber ein Brückenhocker ist der Volperts Walter, der gern Fuchs und Hase gute Nacht sagt. Weil das natürliche Habitat der Brückenhocker durch ein profanes Geländer zerstört zu werden droht, hat der Walter jetzt den Vorschlag einer mobilen Brückenhockerbank, angelehnt an die ausgefeilte Technik von Blumenkästenhalterungen, ins Gespräch gebracht. Wir werden sehen, ob die Brückenhocker das Problem einfach aussitzen.

    Bleibt dem Karli noch zu hoffen, dass Sie am Freitag Ihre Gratiswurst in der Scherenberghalle gekriegt haben. Angeblich waren die nicht aus den 2,7 Millionen bezahlt.

    Karli Keiler: Gerützelt und gewonnen
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