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    Karli Keiler: Klänne Stoadt, großer Auftritt

    Der Karli Keiler muss Abbitte leisten
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    Auf die Rienecker Schilderorgie, die den Karli vor einer Woche beschäftigte, machen sich auch die Rienecker selbst ihren Reim. Der Sven Nickel etwa: Der Karli hat es gut erkannt und Rieneck gleich korrekt benannt. Denn mitten in des Tales Sohle liegt sie: die Sinngrundmetropole! Und wie sich?s für ‘ne Stadt gehört sieht jeder der vorüber fährt die Aufteilung von Süd nach Nord und weiß: „Das ist ein Riesenort!“ Doch Schilder hab?n in Rieneck schon seit langen Zeiten Tradition. Viele befolgen es seit Jahren durch das Dorf langsam zu fahren. Liest man des Keilers Kommentar so wird es einem recht schnell klar was Karli hier im Sinne hat – veräppelt er den Status „Stadt“? Die Lösung ist leicht zu verstehen und auch aus Karlis Wald zu sehen: Ist es nun Stadt, Dorf oder Weiler? Nun spitz‘ die Teller, Karli Keiler! Es ist – man sieht?s auf alle' Bilder – ä klänne Stoadt mit groaße Schilder!

    Gereimt wird in Rieneck auch bei anderen Anlässen sehr viel, vor allem immer dann, wenn die Trimm-dich-Recken wieder etwas zu feiern haben. So wie kürzlich die Hochzeit von Fußballer Tobias Eckert mit Nadin Riethmann, die in Wiesenfeld leben und in Retzbach feierten. Die Trimm-dich-Freunde ließen ihre Beziehungen nach Rom spielen, das einen Bischof entsandte, von dem nur Spötter behaupten, er wäre in Wirklichkeit in einem Ort mitten im Sinngrund eingesackt worden, wo er weit außerhalb seiner eigentlichen Arbeitszeit eine Extraschicht schieben musste. E r reimte: Die Ehe von Nadin und Tobias wollen wir drei in richtige Bahnen lenken. Bei dieser Angelegenheit müssen wir ein paar schöne Ringe schenken.

    Für diese Gaben des Bischofs und seiner beiden Ministranten mussten das Brautpaar geloben: Wir werden uns ein schönes Häuschen kaufen, den Überschuss des Geldes mit Freunden versaufen.

    Bischof Nikolaus plauderte dann noch ein bisschen aus dem Nähkästchen, warum er sich den Auftritt bei der Hochzeit nicht nehmen ließ: Bräutigam Tobias Eckert, damals erst zwei Jahre alt, war bei einem Auftritt des Nikolaus vor 29 Jahren der einzige, der nicht in den Schoß der Mutter flüchtete, sondern feststellte: „Der Opa sieht wie ein richtiger Nikolaus aus.“ Damit er die Autorität des Bischofs von Myra nicht weiter untergräbt, wurde Eckert als Helfer verpflichtet. Er tat jahrelang Dienst als Engel, bis er eines Tages feststellte: „Ich bin jetzt viel zu groß. Und außerdem können nur Mädchen Engel gemach'.“

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