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    Karlstadt

    Karlstadter FDP verärgert: Keine Politik mehr im Mitteilungsblatt

    Veröffentlichung der Liberalen abgelehnt – Bürgermeister Kruck erklärt seine Entscheidung.
    FDP-Stadtratskandidat Paul Merklein. Foto: Markus Rill

    Paul Merklein, Spitzenkandidat der FDP für den Karlstadter Stadtrat, ist bedient. Bürgermeister Paul Kruck hat abgelehnt, eine Pressemitteilung zu den Zielen und Schwerpunkten der FDP für die Kommunalwahl im März im Mitteilungsblatt der Stadt Karlstadt zu veröffentlichen. 

    Kruck erklärt seine Entscheidung in einem Schreiben an Merklein: "Im Vorfeld der Wahlen wurde festgelegt, dass jeder Partei oder Gruppierung ein Artikel zur Vorstellung ihrer Bürgermeister-Kandidaten sowie der Stadtratsliste zugestanden wird." Dies sei der FDP bereits ermöglicht worden.

    Zu viele Parteien-Artikel

    Außerdem würden im Mitteilungsblatt "einzelne Berichte von Vereinsveranstaltungen, zu denen auch die Parteien gehören, abgedruckt", so Kruck.  "Nachdem quer durch alle politischen Gruppierungen nahezu von jeder Veranstaltung Artikel eingereicht wurden, haben wir in der Besprechung der Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden am 27. Januar entschieden, keine weiteren Artikel von Parteiveranstaltungen mehr abzudrucken." Deshalb könne die FDP-Mitteilung nicht veröffentlicht werden, dafür bitte er um Verständnis, schreibt der Bürgermeister. Das aber fehlt Paul Merklein. "Ein wahltaktisches Manöver", nennt er die Entscheidung Krucks.

    Er habe sich vor Abgabe des Artikels beim geschäftsführenden Beamten Hermann Seufert erkundigt und die Information erhalten, dass jeder Partei nicht ein, sondern zwei Artikel zustünden. Merklein sagt, er habe seinen Artikel vor der neuen Beschränkung eingereicht. Deshalb hätte er noch veröffentlicht werden sollen.

    Er werde die Entscheidung des Bürgermeisters nun aber hinnehmen. Die FDP werde in den nächsten Tagen einige Plakate aufhängen und Flugzettel verteilen. Am 18. Februar um 19.30 Uhr laden die Liberalen zu einer Infoveranstaltung ins Wirtshaus Rose ein, am 20. Februar werben sie mit einem Stand am Marktplatz. Für die Thüringer FDP entschuldigt sich Paul Merklein. "Ich fand das total daneben, wie das gelaufen ist." 

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