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    KARLSTADT

    Karlstadter Polizei ist unterbesetzt

    Die Polizeidienststellen in den bayerischen Regionen sind permanent unterbesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal (SPD). Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von Landtagsvizepräsidentin Inge Aures geht hervor, dass allein in der Polizeidirektion Karlstadt fünf Beamte fehlen. Es gebe zwar 43 Polizistenstellen, für die 45 Beamten zur Verfügung stehen. Allerdings entspreche dies nicht der tatsächlichen Verfügbarkeit. Im zweiten Halbjahr 2016 standen lediglich 38 Beamten zur Verfügung, um zu Einsätzen auszurücken. Die Personalsituation sei „angespannt“, schreibt Rosenthal.

    „Dass Bayern das sicherste deutsche Bundesland ist, verdanken wir dem Fleiß, den Fähigkeiten und vor allem dem weit über das normale Maß hinausgehenden Engagement unserer Polizisten“, so Rosenthal diese Zahlen. Es sei darum „nicht anständig“, dass die CSU-Staatsregierung dies mit permanenter Arbeitsüberlastung danke.

    Bayernweit belaufen sich die Überstunden auf stattliche 1,6 Millionen. Hinzu kommen die Überstunden von Bereitschaftspolizei und Landeskriminalamt, sodass es insgesamt knapp zwei Millionen Überstunden sind. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Unterfranken fehlen 217 Beamte. 8,2 Prozent der Sollstellen sind nicht besetzt (Stand 1. Januar 2017). Allein in Unterfranken kommen so 97 350 Überstunden zustande, pro Beamten sind es 35 Stunden.

    Bearbeitet von Markus Rill

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